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Kevelaer
Künstlerdorf zeigt viele Facetten der Kunst

Kevelaer: Künstlerdorf zeigt viele Facetten der Kunst
Auf der Hauptstraße wurde das längste Bild Kevelaers ausgerollt. Fast 400 Menschen haben daran mitgemalt. FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Viele Besucher bestaunten Malerei, Fotografie, Schmuckdesign und Skulpturen. Bereits die 17. Auflage des deutsch-niederländischen Projekts in Kevelaer. Auch mit dabei: das "längste Gemälde Kevelaers". Von Yvonne Theunissen

Als Annika Humble vom Kevelaer Marketing auf das deutsch-niederländische Künstlerdorf blickt, zeigt sie sich zufrieden: "Der Aufbau hat gut funktioniert. Wir freuen uns auf einen sonnigen Tag, an dem viele Leute das Wetter genießen und ins Künstlerdorf kommen." Zum 17. Mal fand das am Sonntag rund um das Niederrheinische Museum in Kevelaer statt.

Gemeinsam mit der Kevelaerer Künstlerin und Mitorganisatorin Judith Schelbergen wurden die gut zwei Dutzend Aussteller ausgewählt: "Wir haben dieses Jahr die Zahl begrenzt, damit mehr Platz ist und die Kunstwerke gut zur Geltung kommen." Entstanden ist ein Markt, der viele Facetten der Kunst von Malerei über Fotografie bis hin zu Skulpturen über die deutsch-niederländische Grenze hinweg präsentierte. Viele Aussteller sind schon seit Jahren dabei, wie die Kevelaererin Tatjana van Went. Sie präsentierte ihre abstrakte Kunst: "Ich arbeite viel mit Papieren und Strukturen und Sachen, die mich ansprechen. Es ist immer Wasser und Wind und Bewegung. Ein Spaziergang am Meer." Im Rahmen eines Preisausschreibens konnte die Länge des "längsten Gemälde Kevelaers" geschätzt werden. Stolze 59 Meter, an denen rund 400 Menschen aus Seniorenheimen, Sportvereinen, Grundschulen, Kindergärten und anderen Gruppen gearbeitet hatten. Auch Flüchtlinge haben daran mitgemalt.

Van Went verdeutlichte: "Kunst braucht keine Sprache, sondern ist eine Art Kommunikation auf Leinwand, wo sich Menschen auf andere Art und Weise begegnen können. Wir möchten gemeinsam ein Zeichen setzen. Jeder ist anders, aber gemeinsam gibt es Wege."

Kunst ist auch die Musik des Niederländers Paul Vens, der seit zehn Jahren am Künstlerdorf teilnimmt: "Die Organisatoren sind der Meinung, dass diese Musik genau das Richtige für einen Kunstmarkt ist. Wir sind immer überrascht, wie viele Leute unsere Musik mögen." Er präsentierte unter anderem seine CD "Daughters of Light" mit Klangschalenmusik: "Das erlebt jeder auf eine andere Art und Weise. Wenn man bereit ist zuzuhören, ist die Musik ein Friedensstifter."

Heidi Wellmann, Schmuck-Designerin mit Geschäft in Rees, war hingegen zum ersten Mal dabei. Ihr gefiel "die Atmosphäre, die Präsentation, die offenen Menschen, die kommen und gucken. Man bekommt Anerkennung und kann sich präsentieren." Ihre Schmuckstücke sind Unikate, "alles eigene Entwürfe und Arbeiten". Sie zeigte aber auch in Mischtechnik gearbeitete Bilder: "Die Fantasie ist gefordert", sagt sie.

Quelle: RP
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