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Kevelaer
Kunterbunt im All

Kevelaer: Kunterbunt im All
Neela, Emma und Paulina aus Oberhausen testeten mit Johannes Tebartz-van Elst schon mal die bunte Riesenröhre im Flugzeug, das als Paradiesvogel gestaltet ist (oben). FOTO: Thomas Binn
Kevelaer. Heute wird der Paradiesvogel im Irrland für Besucher geöffnet. Es wartet auf sie ein ganz besonderes Erlebnis.

Josi Winkels ist immer noch verärgert. "Dass Vandalen so rabiat vorgehen, hätten wir nicht für möglich gehalten", sagt die Inhaberin des Freizeitparks Irrland. Eigentlich sollte der Paradiesvogel schon vor einiger Zeit offiziell an den Start gehen, doch dann wüteten Unbekannte im Cockpit der umgebauten Transall. Sie räumten die Absperrungen beiseite, kletterten über die Rutsche in den Rumpf des Flugzeugs und richteten großen Schaden im Inneren an. Unter anderem brachen sie der Pilotenpuppe einen Arm ab. "Glücklicherweise konnte die Puppe an Ort und Stelle repariert werden. das war sehr aufwändig, Arme, Beine und Kopf mussten ersetzt werden", berichtet die Irrland-Chefin. Denn in der Puppe steckt auch sensible Technik. Schließlich sollen die beiden Puppenpiloten nicht nur stumm am Steuerknüppel sitzen, sondern durch Unterhaltung für eine lebendige Atmosphäre im Cockpit sorgen.

Inzwischen sitzen die beiden an ihrem Platz, der Technikcheck hat funktioniert. "Jetzt können wir endlich losfliegen", freut sich Josi Winkels.

Wenn heute um 9 Uhr das Irrland öffnet wird der "Paradiesvogel" vermutlich die Hauptattraktion sein. Denn immer wieder hatten Gäste danach gefragt, wann der Riesenflieger denn endlich geöffnet wird. Natürlich erhebt er sich nicht wirklich in die Höhe, aber die Besucher sollen in dem Gerät ein ganz besonders "Fluggefühl" bekommen.

Im Cockpit unterhalten sich die beiden Piloten auf deutsch und niederländisch, treiben Scherze miteinander. Die Besucher können hier einen Blick auf die Original-Technik in der Transall werfen. Das Flugzeug war vor gut zwei Jahren per Sondertransport von einem Museum in Venray nach Twisteden gebracht worden. "Wir hätten die Transall natürlich gerne schon viel früher im Park aufgestellt, aber das ganze Verfahren hat sich hingezogen", sagt Josie Winkels, Inhaberin des Irrlands.

Im Rumpf des 35-Tonnen-Giganten soll ein besonderes Erlebnis auf die Gäste warten. Um den Gang rotiert eine bunte fluoreszierende Riesenröhre, die so etwas wie das Weltall simuliert. "Das ist eine echte Prüfung für den Gleichgewichtssinn. Einige Gäste, die das schon mal ausprobiert haben, waren von dem Effekt verblüfft", berichtet Josi Winkels.

Wer nach dem rotierenden "Weltall" dann seinen Gleichgewichtssinn wiedergefunden hat und fest auf den Beinen steht, hat die Wahl wie er das Flugzeug wieder verlassen will. Einmal gibt es eine ganz normale Treppe. Die andere Variante werden dagegen wohl die Kinder bevorzugen: Per Rutsche gleiten sie aus dem Paradiesvogel hinaus.

Die Irrland-Betreiber freuen sich, dass die neue Attraktion jetzt endlich an den Start gehen kann, sie sind sicher dass sie der Renner werden wird. Eine Sache fehlt allerdings noch: Später soll es möglich sein, von den verschiedenen Flugzeugen auf dem Irrland-Gelände aus mit einem Tower zu kommunizieren.

VON SEBASTIAN LATZEL

Quelle: RP
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