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Kevelaer
Letzte Arbeiten im Rathaus

Kevelaer: Letzte Arbeiten im Rathaus
Im Erdgeschoss wird noch gearbeitet, daher zieht der Bürgerservice-Bereich hier erst am 18. Juli ein. Für die Übergangszeit wird es eine provisorische Infotheke geben, die ab heute eingerichtet ist. FOTO: Latzel
Kevelaer. Aktenarbeit der anderen Art stand gestern noch im Kevelaer Rathaus an. Die Mitarbeiter packten fleißig Kartons aus und richteten sich in ihren neues Büros ein. Heute ist das Rathaus nach dem Umbau erstmals geöffnet. Von Sebastian Latzel

Auch wenn die Möbelpacker so vorsichtig wie möglich vorgegangen waren: Die Bürgermeister-Pflanze hat den Umzug nicht überstanden. Die kleine Zimmerpflanze steht jetzt im Erdgeschoss, lässt alle Blätter hängen und wird entsorgt werden müssen.

Doch während der Blume der Umzug nicht gut bekommen ist, sind die Mitarbeiter vom ersten Eindruck ganz begeistert. "Es ist hell und sehr freundlich geworden, so sollten Büros aussehen", meint Beate Sibben, Leiterin der Abteilung zentrale Dienste. Direkt nebenan ist Michael Simons eingezogen, der diese Einschätzung nur unterschreiben kann. "Alles ist super eingerichtet und modern, auch die Akustik ist deutlich verbessert", hat er festgestellt.

Und wenn er nach draußen schaut und sieht, dass der Wind ordentlich durch die Bäume pfeift, ist er besonders froh, jetzt in frisch sanierten Räumen arbeiten zu können. "Hier hat es durch alle Fenster gezogen, ich habe im Winter Decken und Matten vor die Scheiben gelegt, um nicht so zu frieren."

Kalte zwölf Grad im Winter, extreme 38 Grad im Sommer herrschten teilweise in den Büros. Damit ist jetzt Schluss. Denn beim Umbau sollte das Gebäude energetisch auf den neuesten Stand gebracht werden. 18 Monate hat der Umbau gedauert, der im Grunde eine Komplettsanierung war.

"Das sah hier zwischenzeitlich aus wie in einem Parkhaus" erinnert sich Beate Sibben. Sämtliche Zwischenwände waren herausgerissen worden, alles ist neu aufgeteilt. Im Grunde ist innen ein komplett neues Rathaus entstanden. Um dem Brandschutz zu genügen, ist ein Treppenhaus angebaut worden, im Keller befindet sich jetzt ein Blockheizkraftwerk. Auch die Technik ist auf dem neuesten Stand.

Über eine Sanierung war viele Jahre diskutiert worden. Schließlich führte kein Weg mehr daran vorbei. Das Altgebäude stammt aus den 70er Jahren, ein Anbau kam 1986 dazu. 7,6 Millionen Euro hat der komplette Umbau gekostet. Um Kosten zu sparen, sind so viele Möbel wie möglich übernommen worden. Im Bürgermeisterbüro etwa findet sich exakt das selbe Mobiliar wie im früheren Chefzimmer.

Der Umbau wird auch genutzt, die Mitarbeiter jetzt kompakt zentral unterzubringen. Das Standesamt ist vom Alten Rathaus rübergezogen, Trauungen finden aber weiterhin am alten Standort statt. Das Stadtmarketing zog von der Venloer Straße ins Rathaus, die Hochbauabteilung vom Volksbank-Gebäude.

Ab heute stehen die Mitarbeiter den Bürgern wieder zur Verfügung. Alle Telefonnummern sind geblieben. Da im Erdgeschoss allerdings noch kräftig gearbeitet wird, ist der Servicebereich momentan immer noch in der Öffentlichen Begegnungsstätte untergebracht. Am 18. Juli soll diese Abteilung dann in das frisch sanierte Erdgeschoss einziehen.

Um die Bürger zu empfangen, wird es schon ab heute eine provisorische Info-Theke am Eingang geben, an der sich die Besucher informieren können, wenn sie einen bestimmten Ansprechpartner im Haus suchen.

Gearbeitet wird auch noch am Ratssaal. Der soll nach den Sommerferien eingeweiht werden. Allerdings bekommen Neugierige schon mal einen Eindruck, wie sich der neue Saal künftig präsentieren wird. An der Wand ist nämlich das Muster des neuen Farbanstrichs aufgetragen und bildet einen deutlichen Kontrast zur bisherigen beigen Textiltapete. Künftig wird der Sitzungssaal grau und weiß gestaltet.

Quelle: RP
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