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Kevelaer
Lieber Geschäfte als Verwaltung am Plümpe-Platz ?

Kevelaer. Eine Reihe von Gründen spricht aus Sicht der Verwaltung für den Neubau eines Gebäudes am Peter-Plümpe-Platz: Wichtigster Punkt sei, dass das Projekt förderfähig sei. Langfristig sei es wirtschaftlicher, neu zu bauen, als weiter Miete für das Gebäude am Hoogeweg zu zahlen. Man verspricht sich Komfort für die Bürger, weil die Dienststellen der Verwaltung alle zentral zu erreichen seien. Auch eine Belebung der Innenstadt könne mit dem Gebäude erreicht werden.

Belebung der Innenstadt war auch für einen Gast an dem Abend das Stichwort: "Ich fände es sinnvoller, wenn am Plümpe-Platz Fläche für Einzelhandel geschaffen wird statt ein Gebäude für Verwaltung", sagte er unter dem Applaus der Besucher. Der Platz mitten in der Stadt sei ein Filetstück. Den solle man besser nutzen, um ein Wegziehen der Kaufkraft nach Geldern oder Uedem zu verhindern.

Pichler führte aus, dass Flächen für Einzelhandel in den Neubau-Varianten vorgesehen seien. Außerdem gebe es genug Verkaufsflächen in der City, die leider leer stehen. Hier müsse man ansetzen.

Ein anderer Bürger verwies darauf, dass es doch genügend freie Flächen in der Luxemburger Galerie gebe. Hier könnten doch Büroräume für die Verwaltung entstehen.

Kritik kam auch an der geplanten Größe von 2200 Quadratmetern auf. Bei Ex-Bürgermeister Dr. Axel Stibi sei bei einem Erweiterungsbau immer nur von einer Fläche von 1300 Quadratemetern die Rede gewesen. Die genaue Fläche sei nicht festgeschrieben, so Pichler. Vielmehr habe man sich bei den 2200 Quadratmetern am derzeitigen Bedarf am Hoogeweg orientiert. Ein Bürger wollte wissen, was nach dem Auszug der Verwaltung am Hoogeweg mit dem Gebäude passiere. "Wird das dann als Flüchtlingsunterkunft genutzt?", wollte er wissen. Das sei Sache des Eigentümers, erläutert Pichler. Ohnehin sei das derzeit nicht die Frage, weil ein möglicher Neubau erst 2018 oder 2019 fertig sei. Es sei völlig offen, wie sich die Flüchtlingssituation dann darstelle.

(zel)
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