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Kevelaer
Marianne Bossmann nimmt Abschied von der Pforte

Kevelaer. Sie war die Frau an der "Schaltstelle" von Wallfahrt und Kirchengemeinde, wie Wallfahrtsrektor Rolf Lohmann meinte. Diese Schaltstelle nämlich sei die Pforte im Priesterhaus. Und hier hat Marianne Bossmann seit 1993 gearbeitet. Vielen Gästen ist sie im Laufe der Jahre vertraut geworden. Jetzt geht die 63-Jährige in Altersteilzeit.

Auch wenn sie sich auf den neuen Lebensabschnitt freut, geht sie doch schweren Herzens. "Die Arbeit hier hat mir immer viel Freude gemacht", sagt sie. Sie sei dankbar für die vielen Erfahrungen und Erlebnisse, die sie im Laufe der Jahre machen konnte. Oft hätten sich Menschen mit Sorgen gemeldet, die Hilfe suchten. Dann habe sie quasi die Aufgabe der Telefonseelsorge übernommen. Schön sei auch immer gewesen, wenn Besucher sich bedankt hätten, weil die Gottesmutter ihnen geholfen habe. Und was alles an der Pforte los ist, erlebte Marianna Bossmann erst vor 14 Tagen noch einmal hautnah. Da gaben Passanten ein Kleinkind im Priesterhaus ab, das seine Eltern verloren hatte. Schließlich konnte es dann wieder wohlbehalten an die Eltern übergeben werden. "Das war hier eine vielseitige Aufgabe, die ich immer gerne gemacht habe", sagt Marianne Bossmann. Ihre Nachfolgerin hat bereits angefangen. Gertrud Koenen ist seit dem 1. Juli im Priesterhaus und konnte sich so mit Unterstützung von Marianne Bossmann einarbeiten. "Es war eine sehr angenehme Zusammenarbeit", sagt die 50-Jährige.

Marianne Bossmann wird sicher noch mal das Priesterhaus besuchen, denn Pastor Lohmann bat sie: "Wenn Sie hier in Kevelaer sind, schauen Sie bitte vorbei."

(zel)
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