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Kevelaer
Marie und Sophie sind Dauerbrenner

Kevelaer: Marie und Sophie sind Dauerbrenner
Im Gelderland nennen Eltern ihre Töchter am liebsten Marie und Sophie. FOTO: DRK
Kevelaer. Auch im Gelderland hat sich der bundesweite Trend durchgesetzt: Bei den Vornamen sind vor allem kurze beliebt. Auch viele alte Namen sind zurückgekehrt wie Paul oder Olivia. Als langer Name hält sich Alexander in den Spitzenrängen. Von Sebastian Latzel

Der kleine Olaf hatte kurz vor dem Jahreswechsel für einen Rekord im Gelderner Krankenhaus gesorgt. Er war die 1000. Geburt innerhalb eines Jahres gewesen. In einer anderen Rangliste taucht das Baby aus Wetten allerdings nicht auf den vorderen Rängen auf. Olaf gehört nicht zu den Vornamen, die bei Eltern derzeit besonders beliebt sind. Bundesweit liegen hier Ben, Jonas oder Leon vorne. Nach "Olaf" sucht man auf den Top-Plätzen vergeblich.

Das ist in seiner Heimatstadt Kevelaer nicht anders. Hier waren im vergangenen Jahr Mats und Luca die Jungennamen, die am häufigsten gewählt wurden. Bei den Mädchen waren es Mia und Emily. Beim Blick auf die Namen fällt ein Trend auf, der auch bundesweit zu beobachten ist. Die Hitliste dominieren kurze Namen. Das ist auch in der Nachbarstadt Geldern nicht anders. Hier liegen bei den Mädchen Marie, Sophie, Mia und Emma vorne. Bei den Jungen fällt der Spitzenreiter "Alexander" etwas aus der Rolle, dahinter folgen dann aber wieder die trendigen kurzen Namen Jonas, Paul und Felix. Interessant ist, dass Sophie und Marie sich auch schon in den vergangenen Jahren ganz klar an der Spitze gehalten haben. Diese Namen scheinen bei Vätern und Müttern in der Umgebung besonders beliebt zu sein. Bei den Jungen war bislang Ben mit ganz vorne vertreten. Der Name ist jetzt aus der Top-Liste verschwunden, während sich Alexander von Platz drei im vergangenen Jahr jetzt auf Platz eins vorgearbeitet hat.

Die Namens-Liste aus der Drachenstadt ist für die Region durchaus repräsentativ. Denn Geldern ist die einzige Südkreiskommune mit Geburtsstation. Daher werden die Babys hier zuerst registriert. Das bedeutet: Auch wenn die Eltern aus Kevelaer, Weeze oder Issum kommen, sind die Kinder laut Pass "Gelderner". Und die Statistik zeigt deutlich, dass es auch im Gelderland einen Babyboom in 2015 gab. Mehr als 1050 Kinder kamen zur Welt, 2013 waren es 956 gewesen und in 2014 sogar nur 937.

Diese Entwicklung ist auch in den Kommunen zu beobachten. In Kevelaer wurden rund 150 Babys registriert, im vergangenen Jahr waren es etwa 20 weniger. Auch in Issum lag man bereits in der Weihnachtswoche bei 106 Kindern und hatte damit die Marken von 2014 (104 Kinder) und 2013 (95) übertroffen. Offenbar bestätigt sich, was die Statistiker prognostiziert haben. Die Zahl der Einwohner soll sich bis zum Jahr 2015 um rund ein Prozent erhöhen. Im Kreis Kleve soll die Einwohnerzahl bis zum Jahr 2040 sogar von jetzt 302.000 auf 313.000 steigen. Dass dies keine Rechenspielerei ist, bestätigen die Krankenhäuser der Region. Das Clemens-Hospital meldete ein Rekordjahr, es gab nicht nur mehr als 1000. Geburten, im April waren erstmals zehn Kinder an einem Tag zur Welt gekommen.

Auch im Krankenhaus Kleve können sich die Hebammen über mangelnde Arbeit nicht beklagen. "Wir hatten hier auch zwischen den Feiertagen jede Menge zu tun", heißt es. Nachdem die Zahl der Geburten in den vergangenen Jahren hier immer bei 900 Kindern lag, ist dieser Wert auch im Klever Krankenhaus übertroffen worden.

Quelle: RP
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