| 19.13 Uhr

A57 bei Uedem
Ermittlungen wegen versuchten Totschlags nach Massenunfall

Massenunfall auf A57 bei Uedem: Mordkommission ermittelt wegen Totschlags
Wer fuhr den blauen BMW? FOTO: Polizei
Duisburg/Mülheim/Wesel. Nach dem schweren Unfall mit sechs Verletzten im November auf der A57 bei Uedem ist eine Mordkommission eingesetzt worden. Sie sucht den Autofahrer, der seinen Wagen nach einem Unfall ungesichert auf der Autobahn zurückließ und so die Massenkarambolage auslöste.

Der Unbekannte war am 28. November gegen 23.30 Uhr mit seinem Wagen auf der A57 kurz vor der Abfahrt Uedem gegen die Mittelleitplanke geprallt. Ohne das Auto abzusichern, verließ er die Unfallstelle. Zeugen wollen einen Mann gesehen haben. Wenig später fuhren sieben weitere Autos und ein Lastwagen in die Unfallstelle. Sechs Menschen wurden verletzt. Einer von ihnen musste mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Klinik geflogen werden. 

Sechs Verletzte nach Massenunfall auf A57 FOTO: Arnulf Stoffel

Die Ermittler suchen dringend Zeugen, die weitere Angaben zu dem Unfall machen können. Unklar ist weiterhin, wer den Unfallwagen, einen blauen BMW mit Mülheimer Kennzeichen, gefahren ist und wie viele Personen zur Unfallzeit in dem Auto waren. Zwei Tatverdächtige hat die Polizei bereits ermittelt, darunter den Halter des Wagens. Dieser saß zeitweise in Haft, wurde aber nach einigen Tagen wieder freigelassen. Der Verdacht, dass der 23-Jährige den Wagen gefahren habe, habe sich nicht erhärten lassen, sagte die Staatsanwaltschaft Kleve unserer Redaktion. Er hat nach Polizeiangaben keinen Führerschein. In dem Wagen war ein Joint gefunden worden.

Wer gesehen hat, wer in der Nacht mit dem Fahrzeug unterwegs war oder wem das Fahrzeug schon vor dem Unfall aufgefallen ist, soll sich beim Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0203/2800 melden.

(lsa)