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Kevelaer
Mechelner Platz: Knappe Ratsmehrheit für Neugestaltung

Kevelaer. Mit einer knappen Mehrheit sprachen die Kevelaerer Ratmitglieder sich für die Gestaltung des Mechelner Platzes nach Plan 2 mit mehr Rasenfläche und maximalen Kosten von 330.000 Euro aus. (Die RP berichtete). So nüchtern sich das Resultat liest, ging der Entscheidung eine kontroverse Diskussion durch alle politischen Reihen voraus. Bürgermeister Pichler hatte sich zu dem Punkt als befangen erklärt und den Vorsitz an Brigitte Middeldorf weitergeben. Diese hatte viele Wortmeldungen und Anträge zu sortieren. Kern der Diskussion war die ursprüngliche Idee, ein Wasserspiel mit Düsen - Mehrkosten 110. 000 Euro - auf dem Mechelner Platz zu integrieren. Dann stellte sich heraus, dass die vorhandenen Spielgeräte nicht wie geplant umgesetzt werden, sondern neu angeschafft werden müssen. Hierzu trug Ludger Holla die Lösung seitens der Verwaltung vor, dafür eingesparte Gelder aus einer Machbarkeitsstudie umzuschichten.

Bedenken vor unkalkulierbaren Folgekosten für das kostspielige Wasserspiel durch möglicherweise verstopfte Düsen bestimmten die Diskussion. Ulrich Hühnerbein-Ahlers (Grüne) machte von seiner grundsätzlichen Ablehnung des Projekts keinen Hehl, sprach von einer Luftnummer: "Eine Wundertüte, mit nicht zu bewertenden Folgekosten." Jürgen Hendricks (FPD) kritisierte den unausgegorenen Plan. Auch Peter Diedrich (SPD) gab sich zwiegespalten: "Befürchten wir jetzt, dass die Kinder Sand zum Wasser tragen oder das Wasser zum Sand geschaufelt wird?" Jörg Ambroz (CDU) appellierte an die Sachlichkeit: "Der Stadtplaner hatte betont, dass dieser Entwurf zu Beantragung der Fördermittel 2017 dient und er später noch verändert werden kann." Horst Blumenkemper (SPD) fragte: "Was wollen wir? Einen wenig attraktiven Platz mit Attraktionen für Kinder und andere? Sonst können wir ihn auch so lassen!" Karin Raimondi fürchtete, dass die Stadt durch verzögertes Entscheiden später nicht vom jetzt vollen Fördertopf profitieren könnte. Nach einer Stunde folgte eine namentliche Abstimmung, in dem zuerst die für Variante 2 mit Wasserspiel gekippt wurde. Hubert van Meegen (CDU) formulierte den letztlich akzeptieren Beschluss. Im Hinterkopf bleibt aber, dass bei der Kalkulation für Variante 2 ursprünglich nur 275.000 Euro veranschlagt wurde. Da bliebe noch "Spielraum" für Veränderung auf dem einzigen Spielplatz in Kevelaers Innenstadt.

(mk)
 
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