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Kevelaer
Mit Vorschlaghammer gegen Polizisten

Kevelaer: Mit Vorschlaghammer gegen Polizisten
In der Nähe dieser Spielhalle hatten sich die Polizisten postiert und konnten das Trio festnehmen. FOTO: Klaus-Dieter Stade
Kevelaer. Spektakuläre Festnahme von drei Tätern, die auch Spielhallen in Kevelaer ausgeraubt haben sollen. Von M. Balser und S. Latzel

/ emmerich / REES In der Nacht zu Montag ist der Polizei ein Schlag gegen eine rabiate Blitzeinbrecher-Bande aus Rumänien gelungen. Im Industriegebiet in Emmerich nahm sie drei Männer im Alter von 23 bis 27 Jahren fest, die in eine Spielhalle einbrechen wollten.

Dies wäre Tat Nummer zehn gewesen. Denn zwischen Mai und Juli waren in Emmerich, Rees und Kevelaer neun Einbrüche in Spielhallen nach dem immer gleichen Muster verübt worden: Die Täter schlugen die Eingangstüren mit Vorschlaghämmern ein, zerschlugen die Geldspielautomaten und flüchteten mit den Geld aus den Automaten. In Kevelaer war die Bande nach diesem Muster in zwei Fällen vorgegangen. Im Mai hatten die Täter Automaten in der Spielhalle am Gewerbering ausgeräumt, im Juni dann an der Feldstraße. Auch hier hatten die Einbrecher die Eingangstür mit brachialer Gewalt mit dem Vorschlaghammer eingeschlagen. Der letzte Einbruch hatte sich am Freitag in Rees ereignet.

Da die Bande immer wieder die gleichen Spielhallen im Visier hatte, postierte die Polizei Observierungskräfte im Emmericher Industriegebiet. Auch in die dortige Spielhalle war bereits eingebrochen worden.

Die Ermittler hielten sich verdeckt in der Nähe auf, als sich drei Personen der Spielhalle näherten. Als sie die Polizeibeamten entdeckten, warf ein 26-Jähriger sofort seinen Vorschlaghammer und traf einen Hundeführer am Kopf. Der Hammerwerfer kam jedoch nicht weit. Er wurde von einem Polizeihund gestellt und von zwei Beamten festgenommen. Allerdings nicht ohne Widerstand.

Seine beiden Komplizen (23 und 27 Jahre) flüchteten in ein Rapsfeld, das von der Polizei umstellt wurde. Ein Hubschrauber entdeckte das Duo mit der Wärmebildkamera. Nachdem die Beamten den erneuten Einsatz des Polizeihundes angedroht hatten, ließen sich die Täter widerstandslos festnehmen.

Bei dem Einsatz wurden drei Polizisten verletzt. Der Diensthundeführer, der von dem Hammer am Kopf getroffen wurde, erlitt eine Platzwunde, die mit mehreren Stichen genäht werden musste. Er ist derzeit ebenso wenig dienstfähig, wie ein 38 Jahre alter Beamter, der sich bei der Festnahme des 26-Jährigen verletzte. Bei diesem Zugriff wurde zudem ein weiterer Polizist (58) verletzt.

Quelle: RP