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Mud Masters 2016
"Wer sauber ins Ziel kommt, hat irgendwas falsch gemacht"

Sportler kämpfen sich durch den Schlamm
Sportler kämpfen sich durch den Schlamm FOTO: Gerhard Seybert
Auf dem Gelände des Flughafens fand am Wochenende die Mud Masters statt. Mehr als 15.000 Sportler lockte die matschige Angelegenheit nach Weeze. Roman Heynen aus Kleve war der Erste, der ins Ziel kam. Von Anne Klatt

Bereits zum dritten Mal fand Mud Masters auf dem Gelände des Flughafens Weeze statt und lockte Tausende Sportler aus der Region. Auf sie wartete ein Hindernislauf, der neben einer guten Kondition vor allem Teamgeist von jedem Einzelnen forderte. Die Distanzen reichten von sechs Kilometer über zwölf und 18 Kilometer bis zum Marathon.

Der erste Startschuss fiel um 9.30 Uhr für die frühen 18-Kilometer-Bezwinger und dann im 20-Minuten-Takt. In unebenem Gelände mussten bis zu 67 Hindernisse überwunden werden. Das waren etwa eine Schlammrutsche, eine Holzwand oder Monkey Bars, horizontale Leitern, an denen die Sportler sich nur mit der Kraft des Oberkörpers entlanghangeln mussten.

Als Superhelden durch den Schlamm waten  

"Wer sauber ins Ziel kommt, hat irgendwas falsch gemacht”, sagte Corine Konings, Mitarbeiterin der mitorganisierenden PR-Agentur mediamixx. Und tatsächlich kam auch niemand sauber, aber alle glücklich ins Ziel. Damit der Spaß für jeden gewährleistet war, gaben die Organisatoren den Teilnehmern im Vorfeld Ratschläge an die Hand. Ganz oben stand der Tipp, keine Baumwolle zu tragen, da diese zu langsam trocknet und bei Nässe zu schwer würde.

Schaute man sich also im gut gelaunten Getümmel vor dem Startfeld um, sah man statt Baumwolle bunte Sportoutfits, lustige Kostüme – und jede Menge Batmans und Supermans in Turnschuhen. Als Superheld den Schlamm zu besiegen war demnach hoch im Kurs. "Mud Masters versteht sich nicht als Wettbewerb. Hier ist der Teamgeist absolut im Vordergrund, anders sind die Strecken auch fast nicht zu schaffen”, sagt Konings.

Klever geht als Erster durchs Ziel  

Der Erste, der beim Mud Masters 2016 in Weeze ins Ziel kam, war Roman Heynen aus Kleve, der die 18-Kilometer-Strecke in einer bemerkenswerten Zeit von 1:30:57 geschafft hat. Auch im vergangenen Jahr schon dabei gewesen, fand Heynen den Parcours in diesem Jahr schwieriger. "Die Holzwand hat mich viel Kraft gekostet. Aber der innere Wille war stärker.”

Für viele sollte es dieses Jahr das erste Schlammevent sein. Stephanie Emler aus Kerken hat sich gemeinsam mit einigen Mannschaftskolleginnen des TSV Nieukerk für die zwölf Kilometer lange Strecke angemeldet. Die 27-Jährige war vor dem Start noch etwas nervös – trotz guter Vorbereitung. "Wir haben das Mud Masters-Training mitgemacht und uns die Strecke im Internet angeguckt. Aber aufgeregt bin ich trotzdem.” Nur wenige Stunden später konnten Emler sich mit Fug und Recht Mud Masters 2016 nennen.

Bei den beiden Königsdisziplinen, dem Marathon und dem 24-Stunden-Lauf traten 150 beziehungsweise 120 Sportler an. Schnellster Marathonläufer war Steven Kistemaker mit einer Zeit von 4:33:01.

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