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Kevelaer
Mit Action-Cam mittendrin im Matsch

Sportler kämpfen sich durch den Schlamm
Sportler kämpfen sich durch den Schlamm FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Florian Grootens arbeitet als Mediengestalter bei der Rheinischen Post und ist begeisterter Läufer. Der 23-Jährige aus Winnekendonk läuft am Sonntag mit der ganzen Familie beim Mud-Musters-Run am Airport Weeze mit. Von Sebastian Latzel

Die Falltür hat es Florian Grootens besonders angetan. "Das ist ein tolles Gefühl, da zu stehen und nicht zu wissen, wann es nach unten geht", sagt der 23-Jährige. Auf die "Execution", wie die Falltür im Mud-Masters-Jargon heißt, freut er sich schon, wenn er am Sonntag zum zweiten Mal auf die Strecke geht. 18 Kilometer liegen dann vor dem jungen Mann aus Winnekendonk. Es geht über Hügel, durch den Matsch, unter Netzen hindurch und über meterhohe Kletterwände.

Diesmal gibt es auch ein dunkles Rohr: das "Black Hole". Durch dunkles Nichts müssen die Extremsportler sich durch eine enge Röhre nach oben arbeiten. "Die Hindernisse machen den besonderen Kick aus, die vier Stunden auf der Strecke, die vergehen da wie im Flug. Das ist nicht so monoton, als wenn du einfach einen Halbmarathon läufst", berichtet er.

Für das besondere Erlebnis sorgt auch, dass Florian Grootens mit der ganzen Familie startet: Neben ihm streifen seine Schwester Stefanie (19), Mutter Annegret (51), Vater Karl-Heinz (55), Onkel Jörg (49) sowie die beiden Cousins Henrik (19) und Jos (17) die einheitlichen Shirts im Camouflage-Look über. "Team G-Force" nennt sich die Truppe wegen des "G" von Grootens. Stilecht für den Kampf gegen den inneren Schweinehund geht die Gruppe mit "Kriegsbemalung" auf die 18 Kilometer lange Distanz.

Im vergangenen Jahr war Premiere. Danach stand für das Team fest, auf jeden Fall wieder zu starten. "Gerade in der Gruppe macht das besonderen Spaß, da ist Teamgeist gefragt, du hilfst dir gegenseitig bei den Hindernissen", erzählt der 23-Jährige. Jeder nimmt auf den anderen Rücksicht. Es versteht sich von selbst, dass alle gemeinsam ins Ziel einlaufen. Er sei fit, sagt Florian Grootens lachend. Trainiert hat die Familie in der Sonsbecker Schweiz wegen der Hügel dort und in den niederländischen Maasduinen.

So ganz im Training wie früher ist Florian Grootens nicht mehr. Damals war er Leichtathlet beim Kevelaerer SV und später beim SC Myhl, heute fehlt ihm die Zeit für Vereinssport. Bei der RP absolviert er eine Ausbildung als Mediengestalter. Da ist das Laufen eine Abwechslung zur Arbeit am Schreibtisch.

Damit auch alle den Lauf hautnah verfolgen können, wird Florian Grootens mit einer Action-Cam auf die Strecke gehen. Das Video davon wird später auf RP-Online zu sehen sein. Das Team "G-Force" startet am Sonntag um 10.10 Uhr. Etwa vier Stunden werden die sieben Läufer unterwegs sein. Schön wäre zwar schon, etwas schneller als im vergangenen Jahr zu sein. Doch die Zeit sei wirklich nebensächlich, versichert Florian Grootens.

Und welches Wetter wünscht er sich? "Etwas wärmer als zuletzt wäre nett, und Sonne wäre auch schön", sagt er. Auf Regen kann er vermutlich gut verzichten, denn nass und schlammig wird es auf der Strecke auch so schon genug sein.

Quelle: RP
 
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