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Mud Masters in Weeze
Mit Teamgeist durch den Schlamm

Mud Masters 2017: So war der Obstacle-Run in Weeze
Weeze. Beim Mud Masters in Weeze haben sich am Samstag und Sonntag tausende Läufer in den Schlamm gestürzt, sich nass machen und unter Strom setzen lassen. RP-Mitarbeiter Florian Grootens und seine Familie sind als Team angetreten. Von Antje Seemann

Die Gesichter sind voll Schlamm - als Florian und seine Familie ins Ziel einlaufen. Erschöpft, aber super glücklich klatschten sich die sieben Läufer untereinander ab. Beim Weezer Mud Masters-Lauf haben sie 18 Kilometer hinter sich gebracht - und sich als Team durch nichts trennen lassen. "Wir sind im Ziel. Wir sind nicht mehr sauber. Aber es war echt eine tolle Veranstaltung. Wir haben viel Spaß gehabt, wir haben gut als Team zusammengearbeitet und jetzt sind wir super happy, dass wir hier angekommen sind", sagt der 23-Jährige.

Denn Gelegenheiten, sich auf der Strecke aus den Augen zu verlieren oder den anderen davon zu laufen, gibt es viele: Der Mud Masters ist ein sogenannter Obstacle-Run, also ein Hindernis-Lauf. Es gibt ihn mittlerweile auch in Hamburg sowie in den Niederlande. Alle Mud Masters zusammen haben laut Veranstalter rund 50.000 Teilnehmer. In Weeze sind es mehr als 15.000 Menschen, die an den Start gehen. Die Läufer kommen nicht nur aus den umliegenden Städten, sondern auch aus den Niederlanden, dem Ruhrgebiet und der ganzen Region.

18 Kilometer durch den Schlamm FOTO: Evers Gottfried

Wer mitmachen will, meldet sich vorher für eine festgelegte Route an. In Weeze stehen Strecken mit einer Länge von sechs, zwölf und 18 Kilometern und verschiedenen Hindernissen zur Wahl. Am Samstag gab es hier auch die Marathonstrecke über 42 Kilometer. Alle 20 Minuten startet eine andere Gruppe.

Florian und sein "Team G-Force" mit Schwester Stefanie, den Cousins Jos und Henrik, Onkel Jörg sowie den Unterstützern aus dem Freundeskreis Thomas und Niklas starten mit ihren 18 Kilometern um 10.10 Uhr. Alle sind begeisterte Läufer, einige bringen Leichtathletik-Erfahrung mit. Damit sie als Team gut zu erkennen sind, haben sich die sieben ein einheitliches Outfit an.

Von Anfang an steht das Gruppengefühl im Vordergrund. "Wir freuen uns als Familie an den Start gehen zu können", sagt Florian. Um die Hindernisse machen sich die Läufer keine Sorgen. Ganz im Gegenteil: Nur bei der 18 Kilometer langen Strecke muss man wirklich über alle Hindernisse. Das war ein Grund, wieso "Team G-Force" die Route ausgesucht hat. Auf einige der Hindernisse ist Florian schon heiß, denn er läuft nicht zum ersten Mal in Weeze mit: "Wir freuen uns besonders auf die Execution, wo man einfach ins kalte Wasser fällt und dann rüber schwimmen muss."

Kurz nach dem Start geht es schon direkt los mit den Hindernissen. Die Streckenführung über die steilen, mit Gras bewachsenen Dächer der ehemaligen Bunker. Ein Hindernis, dass das Gelände mit sich bringt und die fehlenden Hügel am Niederrhein authentisch simuliert.

Die meisten der 53 Hindernisse haben die Veranstalter allerdings eigens für den Mud Masters auf dem Areal aufbauen lassen. In Sachen Fiesheit und Schadenfreude haben sie sich dabei Einiges einfallen lassen und ihnen dementsprechende Namen gegeben: Im "Mud Crawl" kriechen die Läufer durch einen Tunnel aus einem Netz, das kurz über den Boden gespannt ist und holen sich hier schon nach ein paar Minuten die ersten Schlammflecken ab. Damit auch wirklich genug Schlamm da ist, wird das Hindernis automatisch gewässert.

Kurz vor dem Ziel steht der "Sizzler" - ein ähnliches Hindernis wie der "Mud Crawl". Als Zugabe für die Läufer gibt es hier aber noch schwache Stromschläge. "Wenn ihr ein Herzproblem habt oder Weicheier seid, dann lauft da nicht durch", warnt der Moderator vor der Startbühne die Teilnehmer.

"Team G-Force" meistert aber auch dieses Hindernis nach etwa drei Stunden und 20 Minuten ohne mit der Wimper zu zucken. Bei anderen ging es hingegen nicht so leicht. Besonders der "Brain Freeze" - ein Becken mit Eiswasser war hart, erzählt Florian: "Das Schlimmste war wirklich das ganz kalte Wasser. Da sind wir schon echt gut eingefroren und dann wieder loszulaufen war nicht leicht."

Quelle: RP
 
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