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Kevelaer
Nabucco: Opernstatist für einen Abend

Opernstatist für einen Abend
Opernstatist für einen Abend FOTO: Seybert Gerhard
Kevelaer. RP-Leser als Teil des berühmten Gefangenenchors: Anne Beyen aus Kevelaer und Heinz Hoolmans aus Goch haben die Rollen gewonnen. Bei der Premiere der Open-Air-Vorstellung auf der Kevelaerer Hüls sind sie mit auf der Bühne. Von Christoph Kellerbach und Gerhard Seybert (Fotos)

Einmal selbst bei einer Oper mitzumachen, das wünschen sich viele Musikfreunde. Für Anne Beyen aus Kevelaer und Heinz Hoolmans aus Goch wurde nun ein Traum wahr. Beim RP-Gewinnspiel ergatterten sie eine Statistenrolle als Teil der großangelegten Open-Air-Vorstellung von Nabucco, die von der Festspieloper Prag auf der Ballonwiese am Hülspark gegeben wurde.

"Ich bin richtig gespannt", verriet Anne Beyen. "Ich habe die Oper vor zehn Jahren bereits in Duisburg gesehen und bin schon sehr lange ein Freund von klassischer Musik." Heinz Hoolmans zeigte sich hingegen cool: "Mir geht es gut. Ich freue mich jetzt schon eine ganze Woche auf diesen Abend." Seine Frau Bärbel scherzte: "Das Foto von dem Auftritt kann ich mir dann ja nachher übers Bett hängen."

Nach der ersten Hälfte der Aufführung trafen sich die beiden Statisten-Anwärter in der Umkleide der Darsteller. Dort kümmerte sich die für den Bühnenbildentwurf und die Kostüme zuständige Olga Kokoskavá darum, die Gewinner in passende Trachten zu hüllen, damit diese ein Teil des Gefangenenchores im Finale des dritten Teiles wurden. Dieser beklagt nämlich in jener Szene, dass der geistig verwirrte König der Babylonier, Nabucco, ihr Todesurteil unterschrieben hat. "Es ist faszinierend, hier mal einen Blick hinter die Kulisse zu werfen", staunte Anne Beyen - doch dann musste sie zusammen mit Heinz Hoolmans schon auf die Bühne.

Ganz vorne links saßen sie nun als Teil des Chores und "es war einfach stark", meinte Beyen begeistert. "Es war so toll, den Musikern so nahe zu sein, die singen einem da direkt ins Ohr." Dann hielt sie kurz inne und meinte: "Na ja, eigentlich sagten die Macher mir, dass ich nicht mitsingen und auf den Boden schauen soll. Aber ich bin ja Ehefrau und da macht man nicht immer das, was einem gesagt wird", lächelte sie. "Also habe ich natürlich etwas mitgesungen". Auch Heinz Hoolmans war fasziniert von dem Erlebnis: "So etwas einmal machen zu können, das ist einfach ganz toll. Aber jetzt müssen wir wieder vor die Bühne, um noch das Finale mitzubekommen."

Quelle: RP
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