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Kevelaer
Nach Blitzeinschlag: 19 Tage ohne Telefon und Internet

Kevelaer. Plötzlich ging nichts mehr: Am 19. Juli war bei Thomas Jankord die DSL-Leitung tot. Da er darüber auch telefoniert, war er auch über Festnetz nicht mehr zu erreichen. Von Sebastian Latzel

Jankord rief daraufhin bei der Hotline der Telekom an und hoffte auf Besserung. Doch nichts tat sich. Er wartete und wartete. Leitung und Telefon blieben stumm. "Alle paar Tage habe ich mit der Telekom-Hotline gesprochen. Alles was man mir dort sagen konnte, war, dass die Störung noch andauert und man mir nicht sagen könnte, wie lange es noch dauern wird", berichtete der Kevelaerer enttäuscht.

Seltsamerweise hatten seine Nachbarn zunächst auch Probleme mit dem Internet. Die Telekom habe von einer "Großstörung" gesprochen. Aber bei den Nachbarn funktionierte dann Ende Juli die Leitung wieder. Sie konnten DSL wieder nutzen. Nur Jankord schaute weiter in Röhre. "Da ich das Internet privat intensiv nutze, sah ich mich gezwungen, einen Stick und Transfervolumen zu kaufen", berichtet er. Knapp 55 Euro musste er dafür bezahlen. Weil er bei der Telekom trotz ständiger Anrufe nicht mehr weiterkam, wandte er sich an die RP. Und plötzlich ging dann kurz vor dem Wochenende alles ganz schnell. Nach einer Anfrage bei der Pressestelle der Telekom versprach man dort, sich der Sache anzunehmen.

Und tatsächlich: Wenig später gab es eine Mail von der Telekom, dass der Anschluss wieder funktioniert: "Es gab am 19. Juli vermutlich einen Blitzeinschlag, von dem mehrere Anschlüsse betroffen waren. Der Schaden wurde zwei Tage später behoben. Vermutlich hätte der Router des Kunden dann neu gestartet werden müssen. Der Kunde bekommt aus Kulanz eine Gutschrift. Wir bedauern, dass dem Kunden nicht früher richtig geholfen wurde", so ein Telekom-Sprecher Thomas Jankord ist froh, dass das Internet jetzt wieder funktioniert. Dass der Fehler aber daran gelegen haben soll, dass er den Router nicht gestartet hat, glaubt er nicht. "Ich habe den Router sicher hundertmal neu gestartet, getan hat sich dann allerdings nichts." Ob er jetzt bei der Telekom bleiben wird, weiß er noch nicht. Vom Kundendienst ist er mehr als enttäuscht.

Quelle: RP
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