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Kevelaer
Nach dem Sand soll die Sole kommen

Kevelaer: Nach dem Sand soll die Sole kommen
Auch zum Abschluss machten es sich noch einmal einige Besucher am Sandstrand bequem. FOTO: Seybert
Kevelaer. "Atempause im August" hieß die Veranstaltungsreihe auf der Kevelaerer Hüls. Damit sollte bei Bürgern auch das Gelände mehr in den Fokus gerückt werden, auf dem im kommenden Jahr der Sole- und Pilgerpark entstehen soll. Von Yvonne Theunissen und Sebastian Latzel

Mit Tai-Chi, Qigong und einem geselligen Picknick ging die "Atempause im August" auf der Hüls in Kevelaer zu Ende.

Den gesamten Monat über hatte das Kevelaer Marketing mit Hilfe zahlreicher Sponsoren zu etwa 30 Veranstaltungen rund um den eigens dafür aufgeschütteten "Kevelaer-Beach" eingeladen. Das Angebot reichte von Schnuppertraining in bekannten und weniger bekannten Sportarten, über ein Offenes Singen im Forum Pax Christi bis hin zu einem Kneipptag mit Barfußpfad und vielem mehr. Höhepunkt der Veranstaltungsreihe war die Aufführung der Oper "Nabucco" vor gut 500 Besuchern.

Ziel war, den Kevelaerer vor Augen zu führen, was auf dem Gelände möglich ist, die Bürger an das Areal heranzuführen. Denn hier soll der Sole- und Pilgerpark entstehen, der für viele noch nicht so recht greifbar ist. Zentrale Elemente der Anlage sollen das Gradierwerk mit Soleanlage sowie das Ärztezentrum sein. "Wir sind sehr zufrieden mit den vier Wochen, wir hatten viele unterschiedliche Leute hier", sagt Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns. Beim Hülsprojekt warte die Kommune jetzt auf die endgültige Bewilligung für den Zuschuss. In der vergangenen Wochen waren Bruns und Bürgermeister Dominik Pichler dazu noch einmal bei der Bezirksregierung. "Dort wurde uns signalisiert, dass es sehr gut aussieht. Es gab nur noch ein, zwei kleinere Fragen, die wir lösen müssen", berichtet er. Unter anderem geht es um Anregungen für die Ausgestaltung des Parks. "Das ist alles einfach lösbar", sagt Bruns.

Zum Abschluss trafen sich noch einmal viele Teilnehmer und Interessierte und ließen bei einem letzten Training und dem anschließenden Picknick den August ausklingen und die Aktionen Revue passieren.

Mit Blick auf die Teilnehmerzahlen kann das Projekt als gelungen bezeichnet werden. Insgesamt nahmen circa 850 Menschen an den Sportangeboten teil. Beim Offenen Singen erschienen sogar inklusive der beteiligten Chöre 750 Teilnehmer bei einer Veranstaltung. Nicole Wagener, City-Managerin, resümierte erfreut: "Wir haben ganz viel positives Feedback bekommen. Die Leute sagen uns, Mensch, das ist toll. Da haben wir voll ins Schwarze getroffen. Ohne unsere Partner wäre es aber nicht möglich gewesen, das zu stemmen."

Zum Beispiel mit Christina Schaller vom Gesundheits- und Fitnesszentrum Steps, die viermal den Kurs Yin-Yoga mit bis zu 67 Teilnehmern leitete: "Ich fand das Projekt von Anfang an eine schöne Sache. Vor allem, weil es draußen war. Die Teilnehmer konnten die Natur spüren. Der Funke ist übergesprungen. Es hat mir Spaß gemacht und ich weiß, den Kevelaerern hat es gut gefallen."

Gleich zu Beginn hatte die Veranstaltungsreihe mit schlechtem Wetter und einigen Fällen von Vandalismus zu kämpfen. "Das war nichts, was uns abgeschreckt hat und nichts, was die Leute abgeschreckt hätte", sagt Nicole Wagener. "Ich bin total zufrieden", freute sie sich.

Das Ziel der Atempause formulierte Hans-Josef Bruns wie folgt: "Wir wollten die Fläche hier in den Fokus rücken und zeigen, was auf der Hüls so alles geht." Teilgenommen haben Menschen jeden Alters, allerdings mehr Frauen als Männer. Auch viele Jugendliche nutzten regelmäßig Liegestühle und Beach.

Das Weiterführen der Aktion sei bereits geplant: "Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr", hieß es. Wo denn 2017 dann auf der Hüls etwas stattfindet, hängt natürlich vor allem davon ab, wie weit die Bautätigkeit auf dem Gelände bereits fortgeschritten ist.

Quelle: RP
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