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Kevelaer
Nach Sprengung: Filiale wird neu gebaut

Kevelaer. Das Sparkassengebäude in Winnekendonk soll in nächster Zeit abgerissen werden. Es war bei einem Überfall schwer beschädigt worden. Seitdem hatte die Zweigstelle geschlossen. Entstehen soll ein ganz neuer Komplex. Von Sebastian Latzel

Im November erwischte es auch die Sparkasse. Da sprengte eine Bande den Geldautomaten in Winnekendonk in die Luft. Es war der einzige Anschlag auf eine Filiale der Sparkasse Goch-Kevelaer-Weeze. Einer freilich, der erhebliche Folgen hatte. Seit der Sprengung ist das Gebäude geschlossen. Die Wucht der Detonation hatte den Eingangsbereich erheblich beschädigt. Die Bankangestellten arbeiten momentan von Kevelaer aus, für die Kunden ist ein provisorischer SB-Bereich in einem Container eingerichtet.

Die Zeit des Provisoriums soll aber bald vorbei sein, wie Gereon Heinen von der Marketingabteilung der Sparkasse erläutert. "In Winnekendonk wird es ein komplett neues Sparkassengebäude geben", berichtet er. Der Abriss des Gebäudes soll bereits in Kürze beginnen. Die Eröffnung der neu gestaltete Sparkassenfiliale ist Ende 2017 geplant. Während andere Geldinstitute Filiale schließen würden, habe sich die Sparkasse nach der Sprengung ganz bewusst dafür entschieden, den Standort Winnekendonk beizubehalten und aufzuwerten. Das Sparkassengebäude dort steht bereits seit 1955, es hätte in einiger Zeit zur Renovierung angestanden. Durch die Sprengung wird daraus nun ein kompletter Neubau. In den vergangenen Monaten hätten zahlreiche Planungsgespräche stattgefunden. Entsprechende Anträge mussten gestellt und abgewartet werden. Jetzt könne das Ergebnis bekannt gegeben werden, so Heinen.

Der Investor Immo Danckwart aus Kevelaer baut das neue Gebäude. Im Erdgeschoss wird barrierefrei die "neue" Sparkasse eingerichtet. Außerdem sind in dem Neubau fünf moderne altengerechte Wohnungen mit Stellplätzen geplant.

Die Filiale soll eine moderne Ausstattung bekommen, umgesetzt würden natürlich auch die entsprechende Sicherheitsstandrads. Auch künftig wird es in der Filiale Geldautomaten geben. Dort kann später nicht nur abgehoben, sondern auch eingezahlt werden. Vor der Sprengung war der SB-Bereich von 6 bis 24 Uhr geöffnet. Seit dem Überfall ist die Öffnungszeit bei der Sparkasse auf 22 Uhr reduziert worden.

Die Täter vom November sind übrigens gefasst und verurteilt. Anlass zur Entwarnung gebe es allerdings nicht, so Heinen. "Das waren ja nicht die einzigen, die sich darauf spezialisiert haben."

Quelle: RP
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