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Kevelaer/Geldern
Neuer Sitz für die Kirchenverwaltung

Kevelaer/Geldern: Neuer Sitz für die Kirchenverwaltung
FOTO: van Offern, Markus (mvo)
Kevelaer/Geldern. Die Zentralrendanturen in Goch und Geldern sind fusioniert. Mit der neuen Struktur will man flexibler sein. Neuer Sitz wird Kevelaer. Hier entsteht ein Gebäude, das im kommenden Jahr bezogen werden soll. Von Sebastian Latzel

Die kirchliche Verwaltung in den Dekanaten Goch und Kevelaer stellt sich komplett neu auf. Wie berichtet, ist im vergangenen Jahr der Beschluss gefasst worden, die Zentralrendanturen der beiden Dekanate zusammenzulegen. Die Zentralrendanturen sind vor allem für die organisatorischen und finanziellen Belange der Kirchengemeinden zuständig.

Am 1. November ist mit der Gründung des "Verbandes der katholischen Kirchengemeinden in den Dekanaten Geldern und Goch" der organisatorische Rahmen gesetzt worden. Jetzt geht es um die konkrete Umsetzung. Die beiden bislang selbstständigen Zentralrendanturen in Goch und Geldern sind fusioniert und werden einen neuen Sitz in Kevelaer bekommen.

Gestern erfolgte der erste Spatenstich zu dem Projekt an der Friedenstraße. Dort entsteht unter Federführung von Architekt Jörg Bousart ein Gebäude unter dem Arbeitstitel "Basilika-Garten Kevelaer". Entstehen wird ein Haus, in dem später die Büros der Zentralrendantur sowie sieben Eigentumswohnungen untergebracht sind. Für das Projekt hat sich der Kirchenverband mit drei privaten Investoren zu einer Baugruppe zusammengeschlossen. Vorteil ist dabei, dass die Kirche weiterhin den vollen Einfluss auf das Projekt hat, gleichzeitig sinken die Kosten, die auf sie zukommen. Eine genaue Bausumme wird nicht genannt, das Projekt wird sich aber im Millionenbereich bewegen.

Pastor Rolf Lohmann ist Vorsitzender des Verbandsausschusses und freute sich gestern, dass die neue Struktur so harmonisch auf den Weg gebracht worden sei. Dem Zusammenschluss ging ein zwei Jahre langer Prozess voraus, alle zwölf beteiligten Kirchengemeinden mussten einen entsprechenden Beschluss fassen. Alle stimmten schließlich der neuen Verwaltungs-Struktur zu.

Die hat aus Sicht von Pastor Arndt Thielen eine Reihe von Vorteilen. "Bislang ist jeder Bereich in der Zentralrendantur nur mit einem Mitarbeiter besetzt, ist der krank oder im Urlaub, blieben die entsprechenden Arbeiten bislang liegen", erläutert er. Künftig ist in einem solchen Fall immer für eine Vertretung gesorgt. Das sei auch von Vorteil, weil die Arbeit immer komplexer werde, vor allem was den Bereich Kindergärten angehe, der ebenfalls von der Zentralrendantur betreut wird.

Thielen betont: "Die Ansprechpartner bleiben." Auch wird sich an der Personalstärke nichts ändern. Die jeweils neun Mitarbeiter, die bislang in Geldern und Goch tätig sind, kommen alle nach Kevelaer. Die jetzigen Standorte der Zentralrendanturen in den beiden Städten werden später aufgegeben. Die Räume in Goch und Geldern sind nur angemietet.

Das normale Gemeindemitglied werde von der neuen Organisation ohnehin nichts merken. Die Berührungspunkte mit der Zentralrendantur seien immer sehr gering gewesen.

Der neue Verband hat einen Verbandsausschuss, eine Art Aufsichtsrat, in den jede Kirchengemeinde zwei Personen entsendet. Vorsitzender dieses Gremiums ist Pastor Rolf Lohmann. Leiter der neuen fusionierten Zentralrendantur ist Norbert Albers, der jetzt den Posten des Geschäftsführers ausfüllt. In Kleve und Kalkar bleiben die Zentralrendanturen wie bisher bestehen.

Auch wenn die Zentralrendanturen fusioniert sind, bleiben die Dekanate Geldern und Goch weiter eigenständig. Weihbischof Wilfried Theising habe ausdrücklich betont, dass an dieser Dekanatsstruktur auch festgehalten werden soll.

Das Grundstück, auf dem der Neubau des "Basilika-Gartens" entsteht, gehört der Kirche und wurde vorher als Parkplatz genutzt. Acht Stellplätze wird es später auch im Innenhof geben, hinzu kommen weitere Parkplätze in einer Tiefgarage.

Damit der Blick auf die Basilika erhalten bleibt, wird das neue Gebäude in der Mitte geteilt und erhält eine transparente Sichtachse, die die Sicht auf die Wallfahrtskirche frei gibt.

Quelle: RP
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