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Kevelaer
Neuer Wallfahrtsrektor kommt zu Fuß

Kevelaer: Neuer Wallfahrtsrektor kommt zu Fuß
Dechant Gregor Kauling in der Heilig Geist Kirche Dinslaken-Hiesfeld. Er freut sich auf die Aufgabe in Kevelaer. FOTO: Büttner
Kevelaer. Dechant Gregor Kauling aus Dinslaken wird der Nachfolger von Rolf Lohmann. Voraussichtlich im November wird er die Aufgabe in Kevelaer übernehmen. Über seine Wahl sei er sehr überrascht, sagt der 53-Jährige. Von Sebastian Latzel

Im September wird sich Pastor Georg Kauling wieder zu Fuß auf den Weg nach Kevelaer machen. 42 Kilometer sind das. Eine echte Marathon-Strecke. Es wird für den Geistlichen aus Dinslaken dann ein ganz besonderes Gefühl sein. Einmal wird das Jubiläum der Wallfahrt in Kevelaer gefeiert, dann ist es auch das 75. Mal, dass die Fußwallfahrt von Dinslaken stattfindet und gleichzeitig geht Kauling dann quasi auch schon direkt seiner neuen Aufgabe entgegen. Denn der 53-Jährige wird neuer Wallfahrtsrektor in Kevelaer.

Gestern teilte das Bistum Münster mit, dass Kauling Nachfolger von Rolf Lohmann wird. Dieser ist am Wochenende zum neuen Weihbischof vom Niederrhein geweiht worden. Der aktuelle und der kommende Wallfahrtsrektor haben sich bereits am Mittwochabend ausgetauscht. Da hat sich Kauling dem Pfarreirat und Kirchenvorstand von St. Marien vorgestellt. "Er hat einen sehr positiven und sympathischen Eindruck gemacht", sagt Manfred Eyll, Vorsitzender des Pfarreirates. Die beiden Gremien begrüßten ausdrücklich die Wahl des Bischofs und sprachen sich für Gregor Kauling aus.

Auch der hat einen sehr guten Eindruck von dem Abend mitgenommen. "Ich freue mich auf die Aufgabe, Kevelaer ist ein Ort, an dem die Gläubigen zusammenkommen, wo man den Menschen nahe sein kann", sagt er.

Dass der Bischof ihn ausgesucht habe, habe ihn sehr überrascht. "Aber das hat mich sehr berührt, denn es ist schon etwas Besonderes an einem Ort wie Kevelaer wirken zu dürfen." Er habe die Erfahrung gemacht, dass die Marienstadt ein Ort sei, zu dem es Menschen ziehe, deren Herz schwer sei. Ihnen tue es gut, hier zu einer Quelle der Tröstung zu kommen. Gregor Kauling wurde am 3. Juni 1964 in Haltern am See geboren. Nach dem Abitur schloss er zunächst ein ingenieurwissenschaftliches Studium der Stadtplanung an der Universität Aachen ab. Zum Priester geweiht wurde Kauling 1999, zunächst war er dann eingesetzt in der Pfarrei St. Jakobus und St. Ludgerus in Ennigerloh, St. Mauritius (Enniger) und St. Margaretha (Ostenfelde). Noch im gleichen Jahr arbeitete er mit im Leitungsteam an der Internationalen Akademie für Evangelisation der Gemeinschaft Emmanuel in Altötting. Erfahrungen an einem Wallfahrtsort hat er also bereits. Weitere konnte er in seiner Zeit in Warendorf sammeln, das ebenfalls ein Marienwallfahrtsort ist.

Nach Dinslaken wechselte Kauling 2009 als Pfarrer in die Pfarrei Heilig Geist. 2011 wurde er von Bischof Dr. Felix Genn zum Dechanten im Dekanat Dinslaken bestellt. Im gleichen Jahr wurde er zusätzlich Pfarrer in Dinslaken St. Vincentius und ist seit 2012 Pfarrer der fusionierten Pfarrei St. Vincentius Dinslaken. Mit 23.000 Gläubigen ist die Gemeinde die größte am ganzen Niederrhein. Dinslaken zu verlassen, falle ihm nicht leicht. "Ein Umbruch hat auch immer mit Wehmut zu tun", sagt Kauling. Er sei froh, dass er Zeit habe, jetzt etwas Luft zu holen. Um sich vorzubereiten auf die Zeit in Kevelaer und die Gemeinde in Dinslaken auf den Wechsel vorzubereiten.

Die Übernahme der neuen Aufgabe als Wallfahrtsrektor in Kevelaer ist noch für das laufende Jahr geplant, der Termin wird voraussichtlich Mitte November sein.

Quelle: RP
 
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