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Kevelaer
Neues System für die Mensa in Kevelaer

Kevelaer: Neues System für die Mensa in Kevelaer
Die Mensa am Schulzentrum in Kevelaer erfreut sich steigender Beliebtheit. Damit sich die Ausgabe der Essen besser verteilt, gibt es jetzt drei Termine, an denen die Mahlzeiten ausgegeben werden. FOTO: Seybert
Kevelaer. Die Zahl der Schüler, die mittags am Schulzentrum isst, steigt stetig. In der Zukunft wird es wohl eine Erweiterung geben. Bis dahin sind Ideen gefragt. Aktuell ist bereits die Zahl der Essensausgaben erhöht worden. Von Sebastian Latzel

Bei der Mensa am Schulzentrum verdichten sich die Anzeichen, dass es wohl auf eine Erweiterung hinauflaufen wird. Im vergangenen Schulausschuss war bereits kurz über das Thema diskutiert worden, in der nächsten Beratung des Gremiums am 7. November wird es dann wohl darum gehen, die Weichen für die Haushaltsberatungen zu stellen. Wenn man sich nämlich für einen Erweiterungsbau entscheidet, wären dafür rund drei Millionen Euro nötig.

Die gute Auslastung der Mensa ist für die Stadt ein Zeichen, dass das Angebot hier gut angenommen wird. Zwar habe es einen Rückgang der Mittagessen am Gymnasium gegeben (von 19.504 auf 15.923), dafür sei im Gegenzug aber die Essenszahlen an der Gesamtschule (mit Haupt- und Realschule) deutlich gestiegen. 2015 wurden 18.069 Essen ausgegeben, im Jahr 2016 waren es dann bereits rund 6.250 Essen mehr.

"Die Mensa ist regelmäßig gut besucht, an manchen Tagen sind alle Plätze belegt", erläutert Sozialdezernent Marc Buchholz. Und die Zahlen steigen weiter.

Daher ist zum Anfang des Schuljahres jetzt bereits ein neues System eingeführt worden. Bislang bekamen die Gesamtschüler ihr Essen ab 12.25 Uhr und die Gymnasiasten um 13.20 Uhr. Um die Situation zu entlasten, ist jetzt eine zusätzliche Essensausgabe für die Gesamtschüler um 12.50 Uhr eingeführt worden. Konzept ist jetzt, dass die Kinder der fünften und sechsten Klasse ihr Essen um 13.25 Uhr bekommen, die Schüler der siebten und achten um 12.50 Uhr. Damit auch wirklich nur die "richtigen" Schüler zur Ausgabe kommen, haben die Fünftklässler grüne Chips bekommen. In den kommenden Jahren soll das System dann ausgebaut werden und jeder Jahrgang andere Farben haben. So weiß dann jeder, wann er an der Reihe ist. "Das System läuft ganz gut an", meint Torsten Bongards vom SOS-Kinderdorf, das die Mensa betreibt. Es sei kein Problem, dass die "Großen" etwas warten müssten, bis sie an der Reihe sind. Dadurch habe sich der Andrang der Schüler besser verteilt.

"Es ist voll, aber es geht noch. Schwieriger wird es, wenn im kommenden Jahr 50 Schüler aus Weeze rüber nach Kevelaer kommen", erläutert Buchholz. Denn Kevelaer ist Hauptstandort der Gesamtschule Kevelaer / Weeze. Konzept ist, dass die Schüler ab Klasse 9 in Kevelaer unterrichtet werden. Im kommenden Jahr wird es erstmals eine Stufe neun an der Gesamtschule geben - und damit werden dann auch die ersten Jugendlichen vom Standort Weeze nach Kevelaer wechseln.

Im November gibt es ein Treffen zum Thema "Mensa", dann soll noch einmal über alle Möglichkeiten für die Zukunft der Einrichtung gesprochen werden.

Die Zahlen würden für den Erfolg der Mensa sprechen. Mit dem SOS-Kinderdorf gebe es auch einen tollen Betreiber. Die Essensausgabe klappe reibungslos und es herrsche in der Mensa ein angenehmes Klima. Manchmal sei es allerdings bei vollem Haus sehr laut. Dazu würden auch die Stühle beitragen, wenn sie hin- und hergeschoben werden. Hier sollen ab heute neue Filzgleiter unter den Stühlen für Abhilfe sorgen.

Eine kleine Maßnahme im Vergleich zur großen Erweiterung. Die plant die Stadt aktuell für 2020. Fertigstellung soll dann zwei Jahre später sein.

Quelle: RP
 
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