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Kevelaer
Niersexpress: "Personal ist nicht für Probleme verantwortlich"

Kevelaer: Niersexpress: "Personal ist nicht für Probleme verantwortlich"
Der Niersexpress sei kein Einzelfall. FOTO: Gottfried Evers
Kevelaer. Die Berichte der Gewerkschaft GDL über Pöbeleien gegen das Personal im Niersexpress haben für Diskussionsstoff gesorgt. Auf der facebook-Seite der Redaktion wurde deutlich gemacht, dass das Personal nicht für die Probleme verantwortlich gemacht werden solle. Von Sebastian Latzel

Leidtragende der Zustände im Zug seien Fahrgäste und das "sehr nette" Personal, schreibt ein Leser etwa. Er habe gerade erst erlebt, dass ein Schaffner von einem Schwarzfahrer aufs übleste beschimpft worden sei. Positiv sei, wenn die Bundesspolizei in den Zügen kontrolliere. Ein Pendler, der die Strecke regelmäßig nutzt, nahm das Personal in Schutz. "Ich fahre oft auch von Emmerich Richtung Ruhrgebiet, auch da gibt es Probleme mit Verspätungen und der Technik." Der Niersexpres sei kein Einzelfall. Das Personal anzugehen, sei völlig indiskutabel. Zudem seien manche Fahrgäste selbst für die Probleme, verantwortlich, wenn sie das WC mit Papier verstopfen oder so fest an den Türen zerren, dass diese nicht mehr funktionieren.

Nach der GDL hat sich jetzt auch die CDU-Landtagsabgeordnete Margret Voßeler aus Issum eingeschaltet. Die Zustände seien unhaltbar. Sie habe daher beim Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) sofortige Verbesserungen verlangt. Seit Monaten werde von den Unregelmäßigkeiten im Regionalexpress berichtet. "Darüber hinaus sind den Verantwortlichen beim VRR, der Nordwestbahn und der DB Netz AG die Verhältnisse seit langem bekannt: Stundenlange Verspätungen, überfüllte Waggons, technische Pannen in den Zügen, wie der Ausfall der Heizung", so Voßeler. "Dies führt zu täglichen Spannungen, die weder dem Zugpersonal noch den Fahrgästen länger zugemutet werden können. Die Fahrgäste haben ein Recht auf ein menschenwürdiges Transportmittel und die Zugbegleiter auf einen zumutbaren Arbeitsplatz."

Zurzeit sei für die Pendler die Fahrt eine Tortur, für das Personal sei der Arbeitsplatz eine solche. "Das kann man nicht länger hinnehmen. Dies alles habe ich diese Woche in einem Gespräch Vertretern des VRR dargelegt und zeitnahe Verbesserungen gefordert." Demnach habe die Nordwestbahn bereits den Bestand von 27 Zügen auf 29 aufgestockt und eine zusätzliche Wartungshalle errichtet. Auch sei die Zugbegleiterquote erhöht worden. "In dieser Angelegenheit werde ich auch noch Gespräche mit der Nordwestbahn führen."

Quelle: RP
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