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Kevelaer
Noch kein Glasverbot in Kevelaer

Trinken die Jecken im Karneval bald nur noch aus Plastikbechern? Viele Städte bestätigten schon in den vergangenen Tagen, dass dieses Jahr bei den Umzügen durch die Straßen keine Glasflaschen mehr erlaubt sind, um für mehr Sicherheit garantieren zu können.

Straelen, Kapellen, Veert oder Nieukerk haben sich für ein Verbot entschieden. Für alle steht fest: Der Zug ist ein Familien- und Kinderevent, die Sicherheit für Familien hat Vorrang. Und die Regelung hatte auch schon Erfolg. "Das Glasverbot ist gut angenommen worden", zog der Leiter der Polizeiwache Kevelaer, Thomas Jäger, ein positives Fazit der Züge in Straelen und Kapellen. Die Gemeinde Kerken entschied sich für ein Verbot, da es in den vergangen Jahren aufgrund hoher Besucherzahlen viele Verletzungen durch Scherben gab, weil das Glas in vielen Fällen zertreten, zerschlagen oder sogar geworfen wird. Dadurch habe es 2016 viele Schnittwunden gegeben. Dies wollte Nieukerk ändern und hatte daher 2017 erstmals ein Glasverbot eingeführt - mit Erfolg. Die Zahl der Verletzungen durch Glasscherben ist drastisch zurück gegangen. Die Bürger würden das Verbot zum größten Teil befürworten, heißt es.

Kommunen wie Kevelaer und Weeze haben bislang noch kein Glasverbot. Noch sei das nicht nötig.

Kevelaers Zugleitung erläuterte, dass sie noch nie Probleme mit dem Glas auf dem Rosenmontagszug hatte, und so lange dies so bleibe, sehe man auch keine Notwendigkeit ein Glasverbot einzuführen, so Alf Muellemann. Allerdings appellieren die Verantwortlichen an die Narren, auf die kleinen Schnapsflaschen zu verzichten. Denn diese können unter den schweren Treckerreifen zu gefährlichen Fluggeschossen werden.

Daher wünscht sich auch Ralf Roosen aus Twisteden, dass bei dem Zug dort auf die kleinen Flaschen verzichtet wird. "Wir bitten alle darum, Glas zuhause zu lassen", sagt er. Ein generelles Verbot wolle man nicht.

(ljm)
 
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