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Kevelaer
Ochs und Esel als Zugpferde für Kevelaer

Kevelaer: Ochs und Esel als Zugpferde für Kevelaer
Vor allem die Kinder haben Spaß daran, in den großen Krippenlandschaften immer wieder neue Details zu entdecken. FOTO: Markus van Offern
Kevelaer. Am Wochenende eröffneten Rolf Lohmann und Gabriele Polders den Krippenmarkt in der Marienstadt. Viel Applaus gab es für die Messdiener. Sie setzten für die vielen Besucher die Weihnachtsgeschichte in Szene. Von Monika Kriegel

Lichterglanz, Zufriedenheit, innere Wärme - in beschaulicher Stimmung wurde am Wochenende der Kevelaerer Krippenmarkt in der Pax-Christi-Kapelle eröffnet. Mit Dankbarkeit verwiesen nach dem ersten Krippenspiel der Hausherr, Pastor Rolf Lohmann, sowie Gabriele Polders vom Verkehrsverein Kevelaer auf die Tatsache, dass wir am Niederrhein uns friedvoll auf Weihnachten einstimmen können. Gabriele Polders eröffnete den Krippenmarkt deshalb mit dem Appell: "Lassen Sie uns den Blick auf die Kinder richten. Uns geht's gut, und wir freuen uns, in Frieden Advent zu feiern."

Reichlich Applaus ernteten die Messdiener der Pfarrgemeinde St. Marien für ihre erste und zweite Darstellung der Weihnachtsgeschichte vor vielen Besuchern inmitten der Pax-Christi-Kapelle. Traditionell gehören dort seit Jahren zur ungewöhnlichen, strohbedeckten Stallkulisse tierische Statisten wie Schafe, der Esel "Hermann" und ein Kalb. Mag es womöglich das sein, was den siebenjährigen Nick Schumacher wie andere Kinder so sehr fasziniert hat, dass der Kevelaerer unbedingt mitspielen wollte?

"Nick war schon als Kleinkind begeistert von dem Krippenspiel und wollte immer mitmachen", erzählte Vater Michael Schumacher und deutete auf seinen Sohn, der als kleinster Engel im weißen Gewand mit Flügeln auftrat. "Er ist heute schon im dritten Jahr dabei."

Nach der zweiten Vorstellung, moderiert und musikalisch begleitet von Karl Timmermann, ließ die abendliche Dämmerung die einzelnen Stände in der Pax-Christi-Kapelle erst richtig in voradventlichem Licht erstrahlen.

Christliche Kunst und winterliche, weihnachtliche Dekoration, Beleuchtung in jeder Form bildeten dort das Hauptthema. Krippen in allen Varianten waren aufgebaut, sogar in die Hälfte einer Nussschale passen die Konturen von Maria, Josef und dem Jesuskind.

Wer nach größeren Dimensionen und anderem Material Ausschau hielt, konnte dort ebenso fündig werden. Ideen für den häuslichen Adventsschmuck gab es in Hülle und Fülle: Sterne, Kugeln, Schutzengel, Weihnachtsmänner, Gestecke, aromatisierte Tees, wärmende Accessoires für den Winter. Inmitten dieser Angebotsvielfalt markierte das Lampedusa-Kreuz, unter dem sich weihnachtlich gepackte Pakete befanden, wirklich einmal mehr den Perspektivwechsel, den Moment zum Innehalten.

Das Werk von Francesco Tuccio in der Pax-Christi-Kapelle erinnert an das Leid in der Welt, an Krieg, Terror, Flucht und Armut.

Und erst beim Verlassen des Krippenmarktes in Richtung Museum aktivierte der Duft von frisch gebackenen Waffeln und Glühwein die Sinne.

Im Innenhof des Museums befindet sich während des Krippenmarkts die Kevelaerer Gastronomie, die stark frequentiert wurde. Der Innenhof bietet gleichzeitig einen guten Schutz vor der winterlichen Kälte. Bemerkenswert, dass sich viele "Weihnachtsbäcker" Kevelaers zu einem großen Stand vereinen konnten.

Quelle: RP
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