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Kevelaer
Öffnungswirrwarr zwischen den Jahren

Kevelaer: Öffnungswirrwarr zwischen den Jahren
RATHAUS KEVELAER
Kevelaer. In vielen Firmen sind derzeit Betriebsferien. Die Verwaltungen halten das unterschiedlich. Einige wie Kevelaer oder Wachtendonk schließen, um Kosten zu sparen. Andere wie Geldern sind geöffnet und sehen das als Bürger-Service. Von Sebastian Latzel

Wer momentan die Zentrale der Kevelaer Stadtverwaltung anwählt, wird von einer freundlichen Telefonstimme empfangen: "Die Stadtverwaltung ist geschlossen. Ab dem 4. Januar sind wir wieder für Sie da." Das Rathaus in der Marienstadt hat wie im vergangenen Jahr zwischen den Feiertagen geschlossen. "Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit", wie es heißt. Andere Rathäuser dagegen sind offen. Eine Umfrage zeigt: Eine einheitliche Regelung gibt es in der Umgebung bei dem Thema nicht.

Die Situation im Überblick. Kevelaer "Wir können in dieser Zeit die Heizung runterfahren, zudem ist das eine Gelegenheit, um Überstunden bei den Kollegen abzubauen", erläutert Bürgermeister Dr. Dominik Pichler, warum das Rathaus schließt. Auch die Stadtwerke und die Außenstelle der Verwaltung am Hoogeweg sind aktuell "dicht". Wer keine Überstunden abbaut, hat für die Zeit Urlaub genommen. Pichler ist zwar gerade erst neu im Rathaus, hat aber von den Kollegen gehört, dass die Bürger diese Regelung akzeptieren würden.

"Für den Zeitraum ist das aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung", sagt der Bürgermeister. Für das kommende Jahr wird es dann allerdings eine Änderung geben. Da der Zweite Weihnachtstag dann auf einen Montag fällt, wäre dann vier Arbeitstage geschlossen. "Das wäre zu lang, deshalb wird 2016 geöffnet sein." Geldern Hier war es bislang nie ein Thema, zwischen den Feiertagen zu schließen. "Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Bürger es gerade schätzen, jetzt zwischen den Feiertagen zu kommen", sagt Stadtsprecher Herbert van Stephoudt.

Derzeit hätten viele frei und würden das für einen Behördengang nutzen. "Wir haben vor allem im Bürgerservice dann regelmäßig jede Menge Betrieb", sagt er. Issum Ebenso sieht das der Issumer Bürgermeister Clemens Brüx: "Gerade in dieser Zeit wollen die Bürger einiges erledigen. Da gehört es dazu, dass die Verwaltung als Dienstleister auch erreichbar ist." Das Personal sei zwar reduziert, der Bürger würde aber auf jeden Fall immer einen Ansprechpartner finden.

Weeze Hier ist in der Verwaltung Anfang des Jahres über das Thema "Öffnung zwischen den Feiertagen" diskutiert worden. "Wir haben uns dann dazu entschieden, zu öffnen", sagt Johannes Peters, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. "Es gibt viele, die jetzt sowieso frei haben, weil beispielsweise Betriebsferien sind. Dann sind sie froh, Behördengänge erledigen zu können, ohne sich dafür extra einen halben Tag freinehmen zu müssen.

" Auch würden zwischen den Feiertagen oft die Studenten nach Hause kommen und die Zeit dann nutzen, um etwas im Amt ihres Heimatortes zu regeln. Straelen In der Stadt war die Verwaltung im vergangenen Jahr geschlossen, diesmal ist zwischen den Feiertagen auf. Damals betraf das zwei Arbeitstage, diesmal sind es drei. "Wir haben das mit dem Personalrat besprochen und uns zu dieser Regelung entschieden - wegen des Services für den Bürger", sagt Bürgermeister Hans-Josef Linßen.

Kerken Überlegt haben auch die Verantwortlichen in Kerken und sich dann dazu entschieden, ganz normal zu öffnen. "Wir haben es den Fachbereichsleitern überlassen, wer Urlaub nehmen darf. Wichtig ist, dass ein Ansprechpartner für jeden Fall da ist", erläutert Udo Niersmann, Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters. Goch Geschlossen hat Kevelaers Nachbarkommune Goch. Dort hat das Tradition. "Auf diese Weise können wir Heizkosten sparen und Urlaub und Feiertage abbauen", erläutert Sprecherin Marion Heller.

Auch beim Posten "Reinigung" seien so Einsparungen möglich. Für die Flüchtlinge sei gesorgt, schließlich gebe es auch einen Bereitschaftsdienst für Notfälle. Wie die Kommune die Öffnung im kommenden Jahr halten wird, ist noch offen. Wachtendonk In der Gemeinde wird zwischen den Feiertagen das Rathaus geschlossen. "Natürlich ist das energietechnisch diesmal nicht die große Sache, weil die Temperaturen so mild sind", sagt Bürgermeister Hans-Josef Aengenendt.

Aber man habe sich frühzeitig mit dem Personalrat über die Regelung abgestimmt. Da sei ja noch nicht abzusehen gewesen, wie warm der Dezember werden würde. Zudem werde die Zeit genutzt, um Resturlaub und Überstunden abzubauen. So spare die Gemeinde dann auf der Personalkostenseite.

Quelle: RP
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