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Kevelaer
OW 1: Regierungspräsidentin will Tempo machen

Kevelaer. Jetzt kann bei der Bezirksregierung niemand mehr sagen, er wüsste nichts von der Dringlichkeit der Ortsumgehung OW 1. Eine Delegation unter Führung von Bürgermeister Dominik Pichler übergab gestern in Düsseldorf die Resolution des Rates an Regierungspräsidentin Radermacher. Wie berichtet, haben die Politiker mit Mehrheit eine Erklärung verabschiedet, mit der noch einmal mit Nachdruck auf die Notwendigkeit der Umgehungsstraße hingewiesen wird. 30 Minuten hatten die Kevelaerer Zeit, um sich mit der Regierungspräsidentin über das Thema auszutauschen. "Es war ein gutes Gespräch", war der Eindruck von Bürgermeister Dominik Pichler anschließend. Sie habe das Anliegen interessiert zur Kenntnis genommen und wisse auch um die Bedeutung des Projektes für die Wallfahrtsstadt.

Pichler habe momentan den Eindruck, dass die politische Großwetterlage dafür sorge, dass es bei der OW 1 tatsächlich auch voran gehe. Ein Zeichen dafür sei auch, dass das Land für 2018 schon einmal 200.000 Euro als Planungskosten für die Trasse eingeplant habe. Trotzdem bleibt Pichler vorsichtig. "Ich glaube erst an die Genehmigung, wenn sie dann auch vorliegt."

Birgitta Radermacher will bei der OW1 offenbar aufs Tempo drücken. Sie betonte gestern, dass sie alles daran setzen werde, dass es schnellstmöglich zu einem Planfeststellungsbeschluss kommt. Allerdings gibt die Regierungspräsidentin zu bedenken, dass diese Maßnahme sich in ständiger Konkurrenz mit Verfahren befindet, deren verkehrliche Priorität gesetzlich noch höher eingestuft ist (etwa Autobahnen und Bundesstraßen nach den Bundesbedarfsplänen) und die somit vorrangig zu bearbeiten sind.

Auf Nachfrage bestätigte eine Sprecherin der Behörde gestern noch einmal, dass man derzeit von einer Genehmigung Ende 2018 ausgehe. Wie berichtet, war die Genehmigung mehrmals verschoben worden.

(zel)
 
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