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Kevelaer
Parkfest trotzt wechselhaftem Wetter

Kevelaer: Parkfest trotzt wechselhaftem Wetter
Kräftig pusten, dann wird aus dem Ballon ein Schmetterling. Auch für die kleinen Besucher wurde auf Schloss Wissen einiges geboten. FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Die Krankenbruderschaft Rhein-Maas begrüßte auf Schloss Wissen zahlreiche Besucher. Der Hausherr informierte über die Geschichte seines Hauses und gewährte Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Erlös ist für Lourdes-Wallfahrt. Von Yvonne Theunissen

Der Morgen startete gestern mit Regen. Das Wetter verhieß also wenig Gutes für das Parkfest der Krankenbruderschaft Rhein-Maas auf dem Gelände von Schloss Wissen. Zum Glück ging es aber zunächst mit einem Gottesdienst mit Weihbischof Wilfried Theising in der neugotischen Schlosskapelle los. Und tatsächlich schien der liebe Gott ein Einsehen zu haben, so dass sich das Fest gut besucht zeigte. Der Erlös aus Eintritt, den vielen bunten Aktionen sowie aus Spenden der Marktbeschicker kam wie immer der Bruderschaft zu Gute, die damit die jährliche Wallfahrt nach Lourdes finanziert.

Ein Ziel, das die gastgebende Familie von Schlossherr Raphaël Freiherr von Loë in hohem Maße unterstützt. So stand das Gelände nicht nur erneut für das Fest zur Verfügung, viele Familienmitglieder brachten sich auch aktiv ein. Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Freiherr von Loë die zahlreichen Besucher und erläuterte noch einmal den Zweck des Festes: "Wir wollen eine Basis für Kranke schaffen, die alleine ihren Weg nicht nach Lourdes finden würden."

Der Hausherr informierte in mehreren Führungen über die Geschichte und die Entwicklung seines Hauses und gewährte Einblicke hinter sonst verschlossene Türen. Auf dem Programm standen auch weitere Führungen zum Beispiel durch die Kapelle, den Park oder - speziell für die kleinen Gäste - durch das Verlies. Ein Film informierte über die Pilgerreise nach Lourdes. Im Innenhof boten Händler regionale Produkte wie Honig, Kräuter oder Obst an. Matthias Krahwinkel von "Ernährung mit Köpfchen" präsentierte eine neue Art Erdbeeren, die auch von innen durchgängig rot und so ein Genuss für Gaumen und Auge sind.

Immer auf Schloss Wissen mit dabei ist Elfriede Ophey, Teammitglied der Lourdes-Reise, mit ihrem Trödelstand. Seit zwölf Jahren sammelt sie von Freunden und Bekannten Trödel, um ihn für den guten Zweck zu verkaufen. "Das war damals meine Idee, weil ich zu Hause renoviert und mein Wohnzimmer ausgemistet habe. Aber ohne die Hilfe von Freunden wäre das nicht möglich", sagt sie. Nebenan verkaufte ihre Tochter Eva Ketten von Agnes Gimnich aus Kleve. Gearbeitet war der außergewöhnliche Schmuck aus Materialien wie einem Fahrradschlauch, Holzperlen, Glas- und Steinperlen oder Fimo. Eva Ophey gehört ebenfalls zum Lourdes-Team und findet: "Lourdes tut der Seele gut und ist eine Bereicherung. Die Kranken geben uns so viel Kraft und Liebe. Aber das ist wechselseitig. Man hilft den Menschen, denen es schlechter geht."

Viele weitere Aktionen dienten eben diesem Zweck. Auf dem Programm standen Ponyreiten, Bootstouren auf dem Schlossgraben, kulinarische Genüsse wie Grillwürstchen und Reibekuchen im verwunschenen Schlosspark, Kindertheater, offenes Singen und vieles mehr.

Elfriede Ophey hofft, dass eine Menge Geld zusammenkommt, das auch 2016 in eine Wallfahrt nach Lourdes für kranke und gesunde Menschen investiert werden kann. Die nächste Lourdes-Wallfahrt für gesunde und kranke Pilger findet vom 4. bis zum 11. Juni 2016 unter der geistlichen Leitung von Weihbischof Wilfried Theising statt.

Quelle: RP
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