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Festival in Weeze
Fans planen Hochzeit bei Parookaville

Parookaville 2016: Impressionen vom ersten Tag
Parookaville 2016: Impressionen vom ersten Tag FOTO: Julian Binn
Weeze. Die Fans sind nach und nach auf dem Festival-Gelände eingetroffen. Einige haben schon feste Pläne. Etwa eine symbolische Hochzeit in der Parookaville-Kirche.  Von Ole Engfeld

Viele Wege führen zum Parookaville. Einige können den ganz unbeschwert mit Fahrrad hinter sich bringen. So wie Daniel Heeks und Johannes Dicks mit ihrem Kegelclub "Holz-Royals" aus Weeze. Die acht Jungs sind gerade auf dem Weg zu ihrem Zeltplatz. "Wir sind insgesamt 15 Personen, mussten uns aber eben wieder frisch machen und Nachschub holen", sagt Daniel Heeks. Für ihr "Camp", wie es im Festival-Fachjargon heißt.

Nicht zuletzt weil sie aus Weeze kommen, ist es für sie das zweite Parookaville. Den Organisator Bernd Dicks kennen sie sogar persönlich. "Der hat letztes Jahr bei unserer Kegel-Weihnachtsfeier den Nikolaus gespielt", so Johannes Dicks, der allerdings nicht mit ihm verwandt ist. In der Parookaville-Kirche werden sie allerdings nicht heiraten. "Das haben wir schon hinter uns", erzählt Heeks. Eine Scheidung, das wäre aber was für dieses Jahr eine gute Alternative. Denn mit seinem Kegelbruder für immer "vereint" zu sein, das möchte er selbst nicht.

Fotos: Schlange stehen beim Check-In bei Parookaville FOTO: Seybert, Gerhard

Aus ihren Augen hat sich aber eine andere gute Sache aus dem Festival entwickelt: Sie zelten gemeinsam mit ihrem "verfeindeten" Kegel-Club, dem "DYS". Doch viele kommen auch von weiter her. Da ist die Bahn eine gute Alternative. Die haben Mohammed Semno und Dominik Goliath besonders im Blick. Sie sind Mitarbeiter bei der NordWest-Bahn und verantwortlich dafür, die vielen tausend Fans zum Ziel zu bringen. "Die Fahrgäste sind sehr angenehm", sagt Semno. Es mache Spaß, sie nach Weeze zu begleiten und ein bisschen vom Festival mitzubekommen. Er wird heute und morgen im Einsatz sein.

Bianca Kokoschka, Michelle Grabutznrt, Annika Dreher und Patricia Rekue haben die Bahn von Mohammed Semno und Dominik Goliath von Duisburg aus genommen. Die 21- bis 22-jährigen sind das erste Mal beim Parookaville. Im vergangenen Jahr haben sie viel im Internet davon mitbekommen und wollten dieses Mal selbst dabei sein. Allerdings nur für einen Tag. "Wir möchten auf jeden Fall heiraten", sagt Patricia Rekue. Allerdings nicht irgendjemand sondern sich untereinander – also eine Vierer-Hochzeit. Beim Festival können die Gäste symbolisch in der Parookakirche heiraten.

Parookaville 2016 - Eindrücke von der Anreise und den ersten Stunden

Ähnliches haben auch Christian Kopka und Jonny Möbus vor. Dafür fehlt ihnen aber noch eine Braut, die sie auf dem Festival kennen lernen möchten. Sie haben sich abseits vom Festival im Wald eine Wiese gesucht und campen dort. "Wir haben leider kein Camping-Ticket mehr bekommen, wollten aber unbedingt alle Tage dabei sein", erklärt Kopka. Dafür haben sie sechs Stunden Fahrt von Braunschweig bis an den Niederrhein auf sich genommen. Den zusätzlichen Weg bis zum Festival nehmen sie auch gerne in kauf. "Wir haben viele Reportagen gesehen und wollten endlich mal bei einem guten EDM-Festival dabei sein", sagt Jonny Möbus.

Inzwischen haben sich auch zwei weitere Camper aus Stuttgart dazu gesellt. "Wir haben uns gerade erst am Straßenrand kennen gelernt", erzählt Christian Kopka, "Da haben wir gefragt, ob die sich nicht gerne dazu gesellen möchten." Die erste, gemeinsame Aktivität steht auch schon fest: Flunkyball.       

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