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Weeze
Parookaville: Noch gibt es Restkarten

Weeze: Parookaville: Noch gibt es Restkarten
Diesmal finden die Fans zwei getrennte Campingbereiche auf dem Festivalgelände vor. FOTO: Thomas Binn
Weeze. 80.000 Besucher werden wieder beim Mega-Festival am Airport Weeze erwartet. Für das neue Campinggelände sind noch Tickets erhältlich. Offenbar müssen die Fans dieses Areal erst einmal kennenlernen. Von Sebastian Latzel

Im Vorverkauf zum Parookaville-Festival 2017 waren die Eintrittskarten innerhalb kürzester Zeit weg. Der Andrang war gewaltig. Diesmal sind knapp sechs Monate vor dem Electro-Dance-Event am Airport noch Karten erhältlich. Für die Organisatoren kein Anlass zur Beunruhigung: "Wir haben zum Vorverkaufsstart innerhalb von drei Stunden 90 Prozent der Karten abgesetzt, damit waren wir aus jeglicher Unsicherheit raus", so Philip Christmann vom Parookaville-Presseteam. Immerhin hat das Festival die Kapazität von satten 80.000 Besuchern.

Und auch nach dem Vorverkaufsstart würden nach wie vor Karten weggehen. "Mancher hatte noch nicht seine Urlaubs- oder Klausurtermine und hat abgewartet, diese Leute kaufen die Tickets später." Zu lange warten solle man jetzt aber nicht mehr, so der Mann vom Presseteam. Es gibt noch Restkarten für zwei Kategorien: Einmal sind noch Tagestickets für den Sonntag erhältlich, außerdem gibt es ein Restkontingent an Wochenend-Tickets für die Campsite B. Das ist der neu eingerichtete Campingbereich, der etwas weiter weg vom Festivalplatz liegt. Das Ticket ist zwar 20 Euro günstiger, aber die Entfernung schreckt manchen offenbar noch ab. "Die Leute nehmen erst einmal das, was sie kennen. Das ist doch normal. Wir sind sicher, dass sich alle auch auf der neuen Campsite wohlfühlen werden", sagt Christmann. Hier soll es einen weiteren richtigen Penny-Supermarkt geben, auch das Food-Angebot soll mit dem auf Campsite A identisch sein. Durch das neue Konzept werde sich die Infrastruktur auf jeden Fall verbessern, ist das Festivalteam sicher. Denn durch zwei getrennte Plätze gibt es jetzt auch die Möglichkeit, mehr Leute gleichzeitig einzulassen. Da es strenge Sicherheitskontrollen gibt, ist es vor allem bei der Anreise sehr aufwändig, die Fans mit ihren Rucksäcken und Campingausrüstungen zu checken.

Eben wegen dieses Sicherheitskonzeptes ist es nicht möglich, dass Fans von Campsite A auf B umziehen oder umgekehrt. Das hat dazu geführt, dass der ein oder andere auf der offiziellen Rückkauf-Plattform des Festivals seine Campsite-A-Karte anbiete, weil er lieber zu seinen Freunden auf Campsite B will. Ohnehin sehen die Festivalmacher es ganz locker, dass es noch Restkarten gibt. Das entspanne auch die Situation auf dem Schwarzmarkt. Den illegalen Händlern werde so das Wasser abgegraben. Bereits im vergangenen Jahr war man erfolgreich gegen die Schwarzhändler vorgegangen. Zu diesem Zweck arbeitet Parookaville mit Ebay zusammen. Dort werden Festival-Tickets aus Weeze innerhalb von 24 Stunden gelöscht. Ein Weiter-Verkauf von Karten ist nur über das offizielle Resale-Portal von Parookaville möglich. Offenbar ist es den Organisatoren auf diese Weise gelungen, den Schwarzmarkt rund um das Festival weitgehend trocken zu legen. Ein Anbieten von Karten vor dem Gelände ist wegen der Personalisierung quasi ausgeschlossen. Im vergangenen Jahr tauchten bei 80.000 Zuschauern gerade einmal neun gefälschte Tickets auf. Bei Festivals ähnlicher Größe wie Rock am Ring etwa würden üblicherweise falsche Karten im dreistelligen Bereich sichergestellt.

Quelle: RP
 
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