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Kevelaer
Pater Valloor aus Indien ist neu in Kevelaer

Kevelaer. Das Seelsorgeteam St. Marien Kevelaer hat Verstärkung bekommen. Seit vergangener Woche ist Pater Benny Kurian Valloor mit im Team.

Zuvor war er in der Pfarrei Seliger Niels Stensen in Lengerich beschäftigt. Geboren und aufgewachsen ist er in Südindien, im Bundesland Kerala. Seine Ausbildung zum Priester machte er im 3000 Kilometer entfernten Punjab in Nordindien. Der Orden, dem er angehört nennt sich "Kongregation der Kleinen Theresa vom Kinde Jesu".

Er studierte Theologie und Philosophie in Südindien, in Kerala und Bengaluru. Im Jahr 2000 wurde er zum Priester geweiht und arbeitete zunächst als Pfarrer in Punjab, Nordindien. Irgendwann wurde die Frage an ihn herangetragen, ob er nicht in Deutschland arbeiten wolle. "Es gibt auch Dörfer in Deutschland", hatte der Verantwortliche des Ordens zu ihm gesagt. Pfarrer Rolf Lohmann lacht. "Sag nicht Dorf zu Kevelaer", mahnt er scherzhaft. Lohmann ist froh um den Neuzugang. "Es ist ein schönes Zeichen: Wir sind Eine-Welt-Kirche."

Er begrüße es, dass sich das Internationale des Wallfahrtsorts Kevelaer auch im Seelsorgeteam widerspiegele. Zu den Aufgaben des neuen Paters gehört, neben der Beichte und Liturgie, der Besuchsdienst. "Viele Menschen sind einsam und brauchen jemanden der zuhört", sagt Pater Benny. "Nur zuhören, das reicht. Dafür sind die Menschen sehr dankbar."

Im Gespräch ist der Pater sehr herzlich und freundlich. "Wir haben schon viel zusammen gelacht", sagt Rolf Lohmann über das erste Kennenlernen. Das passt zur Lebenseinstellung des indischen Bruders. "Ich denke, wir haben nur ein Leben, das müssen wir mir Freude verbringen", sagt Pater Benny.

Der Neuzugang kann sich schon bald von seinen Kevelaerer Kollegen feiern lassen. Am Donnerstag, 10. Dezember hat der Pater aus Indien Geburtstag. Er wird dann 45 Jahre alt.

(bimo)
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