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Kevelaer
Patt-Situation in der CDU Kervenheim

Kevelaer. Im CDU-Ortsverband Kervenheim herrscht Uneinigkeit – das zeigte sich jüngst bei einer nicht-öffentlichen Mitgliederversammlung. Bei einer Abstimmung über den Vorstand kam es zu einer Patt-Situation, wie der Ortsvereinsvorsitzende Wilhelm Wehren bestätigt. Von Stefan Gilsbach

"Einige Mitglieder haben den Antrag auf Neuwahl des Vorstandes gestellt", sagt Wehren. Als sein Gegenkandidat für den Vorsitzendenposten sei Willi Scholten angetreten. Beide erhielten jedoch die gleiche Anzahl Stimmen. Ist der Ortsvereinsvorsitzende etwa in einer Führungskrise? Wehren hält sich mit Bewertungen zurück: "Natürlich ist Einigkeit in einer Partei wichtig." Sein Mitbewerber, bemängelt er, habe auch andere Wege finden können, sich einzubringen, habe sich der Arbeit im Vorstand jedoch bislang verweigert. Willi Scholten stand gestern aus terminlichen Gründen nicht für eine Stellungnahme zur Verfügung.

Die CDU Kervenheim hatte im vergangenen Jahr, vor der Kommunalwahl, einen Umbruch erlebt. Der bereits gewählte Ratskandidat Ernst Umbach war durch ein Votum des Stadtverbandes abgesetzt worden. Für ihn trat der bislang unbekannte Martins Brandts an. Umbach hatte daraufhin der CDU den Rücken gekehrt und mit Weggefährten die Unabhängige Wähler-Union (UWU) gegründet, die auch den Sprung in den Rat schaffte. Während mehrere Anhänger Umbachs die CDU Kervenheim verließen, bekam der Ortsverein in den folgenden Monaten Zulauf aus den Reihen des Dorfmarketing-Vereins "Wir für Kervenheim".

Wilhelm Wehren bestätigt, dass die Mitgliederversammlung wiederholt werden soll. Ein Termin steht noch nicht fest.

Quelle: RP
 
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