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Kevelaer
Peter-Plümpe-Platz soll geteilt werden

Kevelaer: Peter-Plümpe-Platz soll geteilt werden
Blick auf den Peter-Plümpe-Platz: Die Politik hat jetzt die Eckdaten festgelegt, wie die Fläche umgestaltet werden soll. Eine der wichtigsten Ideen ist die Aufteilung in eine Verkehrsfläche vor dem Rathaus und einen Bürgerplatz (hier links vom Rathaus). FOTO: gerhard seybert
Kevelaer. Nach Bürger-Info, Workshop & Co. gibt die Politik nun die Richtung zur Umgestaltung der Fläche vor dem Kevelaerer Rathaus vor. Eine Hochbebauung wird es wohl nicht geben, dafür aber einen Platz zum Verweilen für die Bürger. Von Lutz Küppers

Circa zehn Millionen Euro wird die Erneuerung und Umgestaltung von Kevelaers Innenstadt in den nächsten fünf Jahren kosten. "Integriertes Handlungskonzept" nennt sich das Aktionsprogramm, das derzeit viele Kommunen in NRW nutzen, um ihre Orts- oder Stadtkerne auf Vordermann zu bringen. Immerhin lockt nach entsprechender Bewilligung eine 60-prozentige Förderung aus Düsseldorf. Eines dieser Konzept-Projekte, das die Marienstadt nun mit Volldampf angeht, ist die Umgestaltung und gleichzeitige Modernisierung des Peter-Plümpe-Platzes, die jetzt Thema im Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung war. Das Gremium legte nun mehrheitlich die Grundzüge und Eckpunkte der Maßnahme fest.

Die vielleicht wichtigste Neuerung: Die gesamte Fläche wird geteilt - und zwar in einen Verkehrsplatz (zwischen Rathaus und Altem Rathaus) und einem Bürgerplatz. Der wiederum soll zwischen der Achse Rathaus-Sparkasse und der Annastraße entstehen. Diese Aufteilung könnte durch eine Art Grünzug realisiert werden, dessen Optik und Beschaffenheit aber erst im weiteren Verlauf der Beratungen geklärt werden soll.

Fakt ist in jedem Fall, dass die Anzahl der Stellplätze weitgehend erhalten bleiben wird. Und auch Hochbauten an der Marktstraße, der Verbindungsachse Rathaus-Sparkasse und der Annastraße lehnte der Ausschuss ab. Beschlossen wurde auch, dass der Peter-Plümpe-Platz nach der Umgestaltung weiterhin als Kirmesmarkt und für das Festzelt genutzt werden kann. Und auch an die vielen Pilgergruppen ist selbstverständlich gedacht worden: Die Verkehrsfläche soll den aktuellen Erfordernissen genügen. "Die Busse heute sind beispielsweise viel größer, so dass die Verkehrsführung daran angepasst werden muss", erklärt Fachbereichsleiter Ludger Holla auf Anfrage. Wichtig seien auch eine neue Beschilderung, ein Wetterschutz und Toiletten, fügt der Rathaus-Mitarbeiter hinzu.

Ebenfalls einen Teil des Vorentwurfs stellen zwei neue Areale dar - das kleinere davon vor dem Alten Rathaus. "Damit Frischvermählte nach der Trauung nicht gleich auf die Straße stolpern", erklärt Bauamtsleiter Holla. Noch wichtiger dürfte allerdings Areal Nummer zwei sein. Dieser Bürgerplatz zwischen Rathaus/Sparkasse und Annastraße soll nicht nur für Touristen, sondern auch für die Kevelaerer selbst geschaffen werden. Natürlich auch als Marktplatz. Holla: "Wir wollen damit die Aufenthaltsqualität für alle erhöhen - auch wenn die Details natürlich noch erarbeitet werden müssen."

Um, wie geplant, im Jahr 2017 mit der Maßnahme beginnen zu können, haben Politik und Verwaltung einen engen Zeitrahmen gewählt. Nach vorausgegangenen Bürgerinformationen, Workshops und Begehungen vor Ort ist eine zusätzliche Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung für Donnerstag, 29. Oktober, vorgesehen. Darin soll die Beschlussempfehlung an den Rat formuliert werden, der dann Mitte November entscheiden soll.

Was dann auch dringend notwendig wird, denn der Stichtag für den Förderantrag in Düsseldorf ist der 1. Dezember.

Quelle: RP
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