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Weeze
Pointierter "Bullenkrieg" in Wembs Theater

Weeze: Pointierter "Bullenkrieg" in Wembs Theater
Es darf auch mal ein Kurzer sein. Mit gelungenem Lokalkolorit und einer knackig-pointierten Handlung begeistert die Wember Theatergruppe. FOTO: Binn
Weeze. Ein Mörder geht um! Denn eines Nachts wurde der Stier der Nachbarsgemeinde getötet. Doch wer ist der Täter? Von Christoph Kellerbach

Was tun, wenn der Stier der Nachbargemeinde immer wieder gerne ausbricht und dabei sogar zuletzt den Pfarrgarten der eigenen Gemeinde verwüstet hat? Das Tier muss weg, ganz klar! Bürgermeister Gustav Möllering platzt nach dem letzten Zerstörungs-Ausflug des Gemeindestiers nämlich der Kragen und er ruft eine Not-Sitzung ein. Zu dieser erscheinen nicht nur seine Frau Justine (Birgit Selders) und sein enger Freund Hans Wolter (Marco Scuderi), sondern auch Josefa Wachter (Simone Linsen), die Ehefrau des "feindlichen" Bürgermeisters, mit ihrem Sohn Günter (Felix Joeressen). Der Pastor der beiden Pfarreien (Willi Bürgen) versucht zu schlichten, wo es geht.

Doch dann passiert es: Nach dem Treffen wird ordentlich getrunken und am Morgen danach ist der Stier plötzlich tot und Gustav und seine Freunde sind die Hauptverdächtigen! Die Pastoren-Köchin (Elisabeth Vossmöller), Pfarrgemeinderatsvorsitzender Walter (Heinrich Derksen) und die Wirtin der Dorfschänke (Manuele Koenen) rätseln ebenfalls kräftig mit, was denn passiert sein kann. Viel Zeit bleibt aber nicht, denn Kriminalkommissarin Petra Kurth (Martina Wustmans) ist schon auf dem Weg, um dem Mordfall auf den Grund zu gehen ...

Die Krimikomödie "Der Bullenkrieg" von Winfried Pohl wurde von der Theatergruppe des Musikvereins Wemb kräftig umgeschrieben und sehr schön auf Wemb und Umgebung übertragen. "Es gefiel mehr sehr gut, wie das so eingebaut wurde", lobte Besucherin Hildegard Hönnekes bei der Premiere am Samstagmittag im Bürgerhaus. "Das Stück war gut gespielt und es ist immer schön Leute auf der Bühne zu sehen, die man sonst in anderer Funktion aus dem normalen Leben kennt!"

Zum ersten Mal überhaupt stand Felix Joeressen auf der Bühne, während als Gastdarsteller Marco Scuderi aushalf. Der spielt sonst in Weeze mit und ist dort auch der Leiter des Heimat- und Verkehrsvereins. "Bereits vor zwei Jahren hatten wir schon mal ein Krimistück und das hat uns so gut gefallen, dass wir dieses Mal aktiv nach einem gesucht haben", verriet Schauspieler Ralf Verrieth.

Der unter der Spielleitung von Simone Linsen entstandene "Bullenkrieg" ist richtig gelungen: Die Geschichte jongliert gekonnt mit verschiedenen Pointen und Gags, während konsequent die eigentlichen Ermittlungen rund um den Mord am Gemeindestier vorangetrieben werden. Verkleidungen, satte Ohrfeigen, eine planlose Entführung und andere Überraschungen kommen noch dazu.

Wer am Wochenende noch nicht die Chance hatte, sich den "Bullenkrieg" anzuschauen, der kann dies noch am Samstag, 14. April, um 20 Uhr, sowie am Sonntag, 15. April, um 18 Uhr nachholen. Der Einlass ist jeweils eine Stunde vor Aufführungsbeginn und für beide Abende gibt es noch Karten. Die Wember-Theaterkönner haben mit ihrem knackigen Krimispaß mal wieder gezeigt, dass sie sich nicht nur gut einstudiert die Gag-Bälle zuwerfen können, sondern dabei auch noch mit leichter Hand nie die Handlung aus den Augen verlieren. Abgerundet wird all das von den charmant eingesetzten Lokalkolorit-Momente, die humorvoll örtliche Eigenheiten aufs Korn nehmen.

Quelle: RP
 
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