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Kevelaer
Premiere für die Schützenwallfahrt

Kevelaer: Premiere für die Schützenwallfahrt
Zahlreiche Schützenabordnungen waren zur Wallfahrt nach Kevelaer gekommen. FOTO: Evers
Kevelaer. Zum Wallfahrtsjubiläum hatte der Stadtbund Kevelaer die Veranstaltung organisiert, die zum Bezirksschützenfest überleitete. Zahlreiche Bruderschaften und Repräsentanten des Landesbezirks Niederrhein kamen. Von Christoph Kellerbach

Passend zum Jubiläum 375 Jahre Wallfahrt gab es gestern eine Premiere: Erstmals fand eine große Schützenwallfahrt statt, bei der die fünf Bruderschaften des Bezirksverbandes und die Bürgerschützengesellschaft teilnahmen. Doch damit nicht genug, neben Winnekendonk, Kervenheim und Twisteden, waren unter anderem auch die Schützen aus Achterhoek, Weeze und weiteren Orten erschienen, um diesen Tag zu etwas ganz Besonderem zu machen. Denn neben der Wallfahrt fand im weiteren Verlauf des Tages in Pastors Garten auch noch das Bezirksschützenfest statt. Morgens trafen sich alle Teilnehmer an der Hüls, von dort begann die Prozession zum Kapellenplatz.

Danach ging es direkt ins Petrus-Canisius-Haus, wo sich die zahlreichen Flaggenträger und Uniformierten erst einmal mit Brötchen und Kaffee stärkten. Auch Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler war mitmarschiert: "Ich finde, die Schützenwallfahrt ist ein wunderbares Signal für die Heimat. Es zeigt sehr schön die Verbundenheit mit Maria, ohne die Kevelaer heute wahrscheinlich viel weniger wäre. Es ist eine starke Leistung, dass auch die Schützen bei all ihren Terminen die Zeit gefunden haben hier zu sein, um sprichwörtlich die Fahne hochzuhalten." Zu den Ehrengästen zählte auch Hochmeister Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm.

Rainer Koppers, Stadtbundmeister aus Kevelaer, erklärte: "Die Idee zu dem Ereignis hier am Sonntag kam zustande, als der extra fürs Wallfahrtjubiläum gegründete Festausschuss fragte, ob man nicht noch zusätzliche Wallfahrten stattfinden lassen könnte. Aus der gesamten Planung hatte sich dann ergeben, dass wir zusätzlich erstmalig das Bezirksschützenfest in Pastors Garten veranstalten wollten, um die Verbundenheit zur Kirche zu zeigen. Denn näher an der Basilika geht nicht." Bezirksbundesmeister Hans-Gerd Frerix führte weiter aus, "dass wir auch sehr stolz sind, Bischof Wilfried Theising als Zelebrant mit dabei haben". Bischof Theising leitete zusammen mit Pastor Rolf Lohmann die Heilige Messe um 11.45 Uhr, nach der sich alle Beteiligten vor der Gnadenkappelle zum Mariengruß versammelten. Daran schlossen das traditionelle Fahnenschwenken und eine kleine Parade an, die schließlich in Pastors Garten mündete. Nach der Begrüßung der Gäste begann der eigentliche Schießwettbewerb um 14.45 Uhr und erstreckte sich bis in die frühen Abendstunden.

"Wir hoffen aus dieser Wallfahrt vielleicht einen jährlichen Termin zu machen", verriet Hans-Gerd Frerix. "Mal schauen, was passiert. Auch die Motorradwallfahrt hat mal kleiner angefangen, und wir können sicherlich noch wachsen." Der erste Anlauf war auf jeden Fall gelungen, und man darf gespannt sein, ob und wie die festlich gekleideten Schützen sich auch im nächsten Jahr wieder zum Kapellenplatz aufmachen werden.

Quelle: RP
 
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