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Kevelaer
Prozess gegen Unternehmer steht vor Abschluss

Kevelaer. Der Angeklagte ist erkrankt, das Verfahren soll Ende Januar beendet werden. Von Marc Cattelaens

Im Gerichtsverfahren gegen den Kevelaerer Unternehmer Georg R. sind die Mitangeklagten zu Haftstrafen von bis zu 9,5 Jahren verurteilt worden. Am Landgericht Hagen geht es um die Einfuhr von drei Tonnen Marihuana im Wert von rund 30 Millionen Euro. R. hat bereits gestanden, an der Einfuhr von Marihuana im großen Stil beteiligt gewesen zu sein.

Eigentlich hätte das Urteil gegen R. auch schon fallen sollen, das ließ jedoch der Gesundheitszustand des Angeklagten nicht zu, wie Landgerichtssprecher Jan Schulte mitteilte. R. sei "schwer behandlungsbedürftig erkrankt" und habe deswegen an den letzten Verhandlungstagen nicht teilnehmen können. Deswegen dauere das Verfahren gegen ihn noch an; es werden möglicherweise Ende Januar beendet werden können, so Schulte.

Zum Fall: Im Dezember waren drei Container aus Ghana im Hafen von Antwerpen angekommen, die für den Kevelaerer bestimmt waren. Offiziell sollten sie Palmkernschalen beinhalten. Doch wurde in den Behältern neben dem Abfallprodukt auch die riesige Menge Rauschgift gefunden. Ziel der Container war der alte Schlachthof in Kalkar. Der Ort diente dem Kevelaerer als Umschlagort von Waren, die für seine Biogasanlagen bestimmt waren, so die Anklage. Neben R. waren vier weitere Personen festgenommen worden. Kopf der Bande soll ein Niederländer sein.

R., der in der Landwirtschaft und mit Biogasanlagen sein Geld verdient, hatte in den vergangenen Jahren versucht, verschiedene Bauprojekte im Kleverland umzusetzen. Vor seiner Festnahme war er als Geschäftsführer der "Wohnen an der XOX GmbH" tätig. Die Firma wollte am Klever Spoyufer die Wohnkomplexe "XOX-Höfe" auf dem Gelände der ehemaligen Biskuit-Fabrik errichten.

Quelle: RP
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