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Kevelaer
"Rabbit": Veganes vom Porzellanteller

Kevelaer: "Rabbit": Veganes vom Porzellanteller
Petra Reichow hat sichtlich Spaß an ihrem vegetarisch-veganen Restaurant in Winnekendonk. Neben Kochkursen gibt es dort auch bald Vorträge zum Thema "Gesundheit". FOTO: Markus van Offern
Kevelaer. In Winnekendonk hat sich Petra Reichow einen lang gehegten Traum erfüllt. Auf der Sonsbecker Straße 10 hat sie ihr vegetarisch-veganes Restaurant eröffnet. Essen gibt es auf Vorbestellung. So wird nichts weggeworfen. Von Bianca Mokwa

Der erste Eindruck ist: sehr niedlich, gemütlich, außerdem riecht es lecker-würzig. An der Wand hängt das Bild eines prächtigen Hahns. Den hat die Inhaberin des Restaurants auf der Sonsbecker Straße 10 in Sonsbeck, Petra Reichow, selbst gemalt. In Pfanne oder Töpfe kommt bei ihr aber nichts, was Federn oder Füße hat.

Im "Rabbit" landet nur Vegetarisches oder Veganes auf dem Teller. Mit dem eigenen Restaurant hat sich Petra Reichow einen lang gehegten Traum erfüllt. Bis vor kurzem hat die gelernte Krankenschwester noch auf der Intensivstation im Klever Krankenhaus gearbeitet. Vegetarierin ist sie hingegen schon ihr Leben lang. "Ich bin vegetarisch groß geworden", sagt die Kevelaererin. In der Jugend hat sie mal Fleisch probiert, es aber auch wieder weggelassen. "Vegetarisch tut mir gut, mir geht es damit besser", sagt die 41-Jährige. Der Name ihres Restaurants sorgte allerdings schon einmal für Überraschung. Sie hatte eine Gruppe von Kindern zu Besuch, die bei ihr einen Kochkursus absolvierten. "Die dachten wirklich, es gibt Kaninchen", sagt die Inhaberin schmunzelnd, denn "Rabbit" ist Englisch und bedeutet Kaninchen.

"Die Kinder waren doch sehr erstaunt, dass es auch ohne Fleisch gut schmeckt", erinnert sich Reichow. Für die Kinder des Offenen Ganztags in Winnekendonk und Kervenheim kocht sie regelmäßig. Vorher gab es eine Elternumfrage und grünes Licht für die Gemüseküche ohne Fleisch. "Es geht nicht darum, Kinder zu Vegetariern zu erziehen", betont Petra Reichow.

Aber es sei nun einmal so, dass die meisten nicht soviel Gemüse essen. Deswegen gibt es bei ihr immer auch noch eine Rohkostplatte obendrauf. Bei ihr werden Gurken zu Schiffen oder Drachen, dann landet das geschnittene Gemüse umso lieber im Mund. Von der Kreativität, dem Einfallsreichtum und den gesunden Zutaten profitieren auch die Großen. Jede Woche gibt es wechselnde Menüs. Da steht dann zum Beispiel: Kürbistortellini mit Walnussbutter und Giersch-Pesto oder Flammkuchen mit selbst gemachter Zwiebelmarmelade, Zitronenthymian und Ziegenkäse. Die Gerichte können vor Ort verspeist oder abgeholt werden. Die Restaurantbesitzerin hat auch einen Bringservice. Geliefert wird das Essen auf Porzellan oder gut verpackt in Weckgläsern, nicht in Plastikschalen, zur Müllvermeidung. Und außerdem sieht es auch noch gut aus.

Wegen der Müllvermeidung gibt es Essen auch nur auf Vorbestellung. Einen Tag vorher anrufen oder eine Mail schicken reicht. "Ich will nichts verschwenden", sagt Petra Reichow über ihr Konzept. "Pro Jahr werfen wir in Deutschland 27 Millionen Tonnen Lebensmittel weg. Das finde ich schlimm." Da habe sie überlegt, was sie machen könne. Deswegen wird bei ihr auf Vorbestellung gekocht. Die Gäste kommen aus der Umgebung, aber auch aus Moers und Xanten nach Winnekendonk. "Soviel gibt es hier ja nicht in der Richtung", sagt die Restaurantbesitzerin mit Blick auf ihre vegetarisch-vegane Speisekarte.

Das Dunkle oder Helle Weiße und das Radler, das zum Essen gereicht wird, ist übrigens ohne Alkohol, der Lupinenkaffee ohne Koffein. "Das gehört für mich zur gesunden Lebensweise dazu", sagt die Kevelaererin.

Neben Essen gehen und Kochkurse besuchen ist in dem Restaurant demnächst auch einiges zum Thema Gesundheit zu erfahren. Vier Wochen hintereinander gibt es samstags ab jeweils 19 Uhr Vorträge über Ernährung und Gesundheit im Restaurant "Rabbit". Los geht es mit den Vorträgen am Samstag, 5. September. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
 
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