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Kevelaer
Radarstation spielt bei "Terror" eine zentrale Rolle

Kevelaer: Radarstation spielt bei "Terror" eine zentrale Rolle
Das Stück "Terror" von Ferdinand von Schirach ist Fiktion, der Ort des Geschehens aber real: die Radarstation auf dem Paulsberg in Uedem. FOTO: Evers
Kevelaer. Sieben Millionen Menschen sahen am Montagabend die Verfilmung von Ferdinand von Schirachs Erfolgsstück "Terror": Ein Kampfflieger der Bundeswehr muss sich darin vor Gericht verantworten, weil er einen zivilen Airbus abschoss, den Terroristen gekapert haben. Die Fernseh-Zuschauer in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfuhren, dass solche Einsätze von einem Ort Namens Uedem am Niederrhein aus geführt werden. Von Matthias Grass

Von Schirach hat sich eingearbeitet in die Thematik, beschreibt, wie das dortige Lagezentrum aussieht, welche Entscheidungsträger in diesem unterirdischen Bunker in einem Ort am Rande der Republik in solchen Fällen Befehle erteilen müssen, wie wenig Zeit ihnen bliebt. Wie sein fiktiver Oberstleutnant, der als Radarleitoffizier den Kampfflieger befehligte, der den von Terroristen gekaperten Airbus abschoss, bevor dieser in die mit 70.000 Menschen besetzte Münchner Allianz-Arena steuert. Dieser Christian Lauterbach, wie von Schirach den Oberstleutnant nennt, wohnt im Stück natürlich in Goch am Niederrhein, wie er laut und deutlich vor Gericht verkündet.

Am Ende müssen die Besucher entscheiden, ob der Pilot schuldig oder unschuldig ist. Ein Stück, das vom Wort lebt und so spannend ist, dass es wie im Fluge vorbeigeht. Die Frage "Darf ein Mensch töten, um andere zu retten?" auch wenn er dabei gegen das Gesetz verstößt, wird auch in Kleve verhandelt: Am 6. Dezember, 20 Uhr, gastiert die Konzertdirektion Landgraf mit "Terror" in der Stadthalle.

Quelle: RP
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