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Kevelaer
Radwandertag diesmal "feucht-fröhlich"

Kevelaer: Radwandertag diesmal "feucht-fröhlich"
Pünktlich zum Start des Radwandertags erobern Mitglieder des Kneipp-Vereins schon mal die neue Ruhezone auf dem Marktplatz in Geldern. Dort ist auch Bürgermeister Ulrich Janssen unterwegs, um die ersten Radler zu begrüßen. FOTO: Seybert
Kevelaer. Wegen des wechselhaften Wetters war die Beteiligung beim Radwandertag gestern etwas verhalten. Aber etliche Drahtesel-Enthusiasten ließen sich von den Wetterkapriolen nicht abschrecken und radelten die vorgeplanten Touren. Von Christoph Kellerbach

So unterschiedlich wie die 64 verschiedenen Touren des Radwandertags waren auch die Leute, die sich wieder auf ihre Drahtesel geschwungen haben und mitgefahren sind. Eines hatten aber alle gemeinsam: Die Lust an der Bewegung.

Da gab es etwa jene, die ganz spontan waren: "Ich wurde gestern Abend angerufen, ob ich nicht Lust hätte, heute mitzuradeln", verriet Gerlinde Nabbefeld aus Issum, die zum ersten Mal beim Radwandertag teilnahm. Für sie und ihre zwei Begleiter standen "die schöne Tour und die netten Leute" im Vordergrund. Mit Blick auf das unstete und immer wieder von Regenschauern unterbrochene Hitze-Wetter meinte ihr Mitfahrer Thomas Kisters aus Kapellen schmunzelnd, "dass zwei Freunde wegen der Wetterlage auch nicht mitfahren wollten. Aber so als echter Mountainbiker fahre ich eh gerne im Regen".

Neben den Neulingen waren gestern auch viele Radler unterwegs, die bereits jahrelange Erfahrung mit den verschiedenen Touren im Gelderland und darüber hinaus haben. "Wir sind mit acht Leuten in einer Gruppe und in Sonsbeck gestartet", erklärte etwa Wilmhelm Heyne aus Schermbeck-Gahlen. Zusammen mit seiner Frau Beate tritt er bereits zum 16. Mal fleißig in die Pedale. Warum er schon so lange mitmacht? "Die Touren sind hier sehr schön geplant und ausgezeichnet.

Die Organisation ist generell richtig gut, und wir sammeln auch die Stempel, um nachher an der Verlosung teilzunehmen", erklärte er. "Auch lernen wir immer wieder gerne bei den unterschiedlichen Routen die Gegend hier kennen. Deshalb freuen wir uns jedes Jahr auf den Radwandertag am ersten Sonntag im Juli." Was das Wetter angeht, sagt er, hätten seine Frau und er ja gewusst, worauf sie sich da einlassen würden, "aber es jetzt einfach mal gewagt. Der Regenanzug ist eingepackt, und wenn es richtig schüttet, stellen wir uns halt eben unter."

Angesichts der Wetterkapriolen überlegte sich etwa Hildegard Holland aus Hartefeld mit ihrem Mann noch vor Ort auf dem Gelderner Marktplatz, "ob wir jetzt im Endeffekt doch noch eine Route machen, und wenn ja welche. Wir sind nämlich Gut-Wetter-Radler und haben keine Lust, bei Regen zu fahren. Wir dachten uns: Fahren wir erst einmal nach Geldern und schauen dann weiter".

Generell haben Hitze und Regen in diesem Jahr dazu geführt, "dass die Beteiligung sehr, sehr mau war", wie Touristikmitarbeiterin Vera Nabbefeld verriet. Über den Tag kamen immerhin immer wieder Fahrer vorbei. Fazit: "Wir haben deutlich weniger Mitradler als im Vorjahr, aber wir haben Schlimmeres erwartet", erzählte Rainer Niersmann vom Gelderner Stadtmarketing.

Das gleiche Bild gab es auch in der Marienstadt: "Bei der Eröffnung des Bürgermeisters waren nur etwa 70 Leute anwesend, statt der sonst üblichen gut 100", so Bernd Pool vom Kevelaerer Stadtmarketing. Aber er verriet auch, "dass die Beteiligung über die Jahre definitiv mehr geworden ist und der Radwandertag von den vielen Mitmachern sehr gut aufgenommen wird".

"Im Endeffekt geht es ja um den Spaß am Radfahren", brachte Teilnehmerin Marlies Engelbergs aus Winternam es auf den Punkt. "Da schreckt einen der Regen auch nicht ab. Und wenn es schüttet, macht man eben kurz Pause."

Quelle: RP
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