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Kevelaer
Reise-Segen für Gläubige von Nah und Fern

Kevelaer: Reise-Segen für Gläubige von Nah und Fern
Pater Hans Peters nahm sich für alle Teilnehmer, die zum Ende der Wallfahrt zur Segnung kamen, Zeit für ein kurzes Gespräch. Anschließend segnete er Menschen und Fahrzeuge mit Weihwasser. FOTO: bpm /cb
Kevelaer. Mehr als 200 Teilnehmer aus Deutschland, Niederlanden und Belgien bei der Reisemobilwallfahrt.

Als die ersten Reisemobile, bunt geschmückt mit Girlanden und Blumen, auf den Parkplatz vor der Gocher Maria-Magdalena-Kirche einbiegen, ist Festgeläut vom Kirchturm zu hören. Pater Hans Peters lächelt, tritt an das offene Fenster an der Beifahrerseite und redet kurz mit den Reisenden. Schließlich erbittet er die Fürsprache des Heiligen Arnold Janssen und segnet mit Weihwasser Menschen und Fahrzeug.

Mehr als 100 Mal wird sich diese Szene am frühen Nachmittag des gestrigen Sonntags, 23. Juli, wiederholen, bis schließlich der letzte Campingbus vom Parkplatz gerollt ist. Damit geht die Arnold-Janssen-Reisemobilwallfahrt in ihrem zehnten Jahr zu Ende.

Mehr als 200 Teilnehmer hatten sich dazu aus ganz Deutschland, aus den Niederlanden und aus Belgien auf den Weg an den Niederrhein gemacht. Während die Stadt Goch für die Organisation und den reibungslosen Ablauf des Treffens verantwortlich zeichnete, sorgte Pater Peters mit seinem Team für die spirituellen Momente.

"Ich nenne das immer die ,gesunde Arnold-Janssen-Sommermischung'", erzählt der Steyler Missionar lächelnd. "Touristische und spirituelle Aspekte zusammenzubringen, das ist die Kunst." Dazu gehörte das Morgengebet vor dem gemeinsamen Frühstück, dazu gehörte die Vigil, also ein Gottesdienst am späten Abend, dazu gehörten Gebetsimpulse in der für die Teilnehmer auch bis in die Nacht geöffneten Arnold-Janssen-Kirche.

Zudem hatten die Wohnmobilisten die Gelegenheit, auf den Spuren von Arnold Janssen den Niederrhein zu erkunden. Der eigentlich als Zeremonie unter freiem Himmel geplante Abschlussgottesdienst musste mit Blick auf die dunklen Wolken, die sich über der Stadt zusammengebraut hatten, in die Kirche verlegt werden. "Das war schade", sagt Pater Peters - aber immerhin bleibt es bei der Fahrzeugsegnung am Nachmittag dann trocken.

Selbst mit dem Wohnmobil verreist ist Peters übrigens nie. "Das ist nichts für mich", gibt er zu. Dennoch freut er sich jedes Jahr, wenn die Wallfahrt alte Bekannte und neue Gesichter an den Niederrhein führt. "Ein Großteil der Teilnehmer kennt sich bereits, aber es kommen immer wieder Neue dazu", sagt der Pater. So wird auch der Pilgerstab zurück nach Goch kommen. Er wird in jedem Jahr einem Fahrer mitgegeben, der ihn auf alle Reise mitnimmt und ein Jahr später über seine Erlebnisse berichtet.

(pbm/cb)
 
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