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Kevelaer
Schnelle Lösungen für Mensa gesucht

Kevelaer: Schnelle Lösungen für Mensa gesucht
Das Mittagessen in der Mensa ist gefragt. Allerdings ist die Einrichtung am Ende ihrer Kapazität, neue Räume müssen her. FOTO: Evers
Kevelaer. Im Schulausschuss standen Themen rund rund um die Gesamtschule Kevelaer Weeze im Fokus. Dabei ging es auch um die Essensausgabe. Von Antje Thimm

Die Sitzung stieß auf großes Interesse. Zahlreiche Lehrer und Eltern verfolgten die Beratung. Die Schülerzahlen der Gesamtschule steigen stetig. Zum nächsten Schuljahr werden 200 Neuanmeldungen erwartet, die Weezer Klassen des Jahrgangs 8 - insgesamt 60 Schüler - wechseln nach Kevelaer. Geschätzt wird, dass etwa 100 Schüler zusätzlich die Mensa nutzen werden, die damit dann zu klein ist. Bereits im Herbst hatten Eltern den Wunsch geäußert, eine Erweiterung der Mensa am Schulzentrum vorzuziehen. Einen entsprechenden Antrag hat die SPD-Fraktion im November gestellt. Dies hat die Verwaltung aber abgelehnt.

Zwei Arbeitskreise haben sich daraufhin mit der Problematik beschäftigt. Zum einen ging es darum, wo man neue Räumlichkeiten für die Mensa übergangsweise finden kann, zum anderen, wie eine Erweiterung überhaupt aussehen könnte. Wie der Beigeordnete Marc Buchholz berichtete, gab es vom 26. Februar bis zum 9. März ein Probeessen im so genannten "Mittagstreff", der an die Mensa unmittelbar angrenzt. Das habe gut geklappt. Der Mittagstreff eigne sich gut als "Behelfsmensa". Jedoch müssten trotzdem in der Zukunft noch weitere Aufenthaltsräume für 50 bis 60 Kinder geschaffen werden. Wie genau eine Erweiterung aussehen soll, steht noch nicht fest.

Intensiv diskutierten die Ausschuss-Mitglieder über den Investitionskostenanteil von Kevelaer als Schulträger am Standort Weeze. Verbesserungen an der Ausstattung an beiden Orten werden von beiden Kommunen getragen. Ihr Anteil richtet sich nach der Schülerzahl. Von 795 Schülern sind 598 in Kevelaer, 197 in Weeze. Danach müsste Kevelaer 74 Prozent der Investitionen tragen, die in Weeze nötig sind, um einen mit Kevelaer etwa gleichen Qualitätsstandard zu erreichen. Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf 3,15 Millionen Euro. Kevelaer müsste demnach 2,33 Millionen Euro tragen. Gesamtschuldirektor Michael Cuypers berichtete, mit welchen Schwierigkeiten eine Schule mit zwei Standorten zu kämpfen hat. Die Arbeitszustände für die Kollegen und auch die Lernbedingen für die Schüler seien einfach nicht optimal. Dazu erwähnte er, dass Schüler wie Lehrer häufig in den Pausen zwischen Weeze und Kevelaer pendeln müssen. Hinzu komme die Tatsache, dass inzwischen in Weeze mehr Schüler mit Förderbedarf oder Hauptschul-Empfehlung seien. Die Klassen sollten aber heterogen sein, daher müsse man mischen, was dazu führe, dass teilweise Weezer in Kevelaer und Kevelaerer in Weeze zum Unterricht gehen. Im Raum stand am Ende die Frage, ob der Ausschuss dem Rat empfiehlt, den Investitionen am Standort Weeze zuzustimmen. Einige Politiker plädierten dafür, zunächst das Votum der Schulkonferenz am 12. April abzuwarten. Bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung, entschied sich der Ausschuss, darüber danach noch einmal zu beraten.

Quelle: RP
 
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