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Weeze
Schnellere Jahresabschlüsse würden 50.000 Euro kosten

Weeze. Die FDP wollte erreichen, dass die Jahresabschlüsse von der Stadt schneller erarbeitet werden. Dafür müsste aber eine externe Firma herangezogen werden - und die würde viel Geld kosten.

Er wolle seinen Vorschlag nicht als Kritik an der Arbeit der Kämmerei verstanden wissen, hatte Stefan van Loon von der FDP in der Ratssitzung vorausgeschickt. Für manchen hatte der Antrag aber schon eine solche Tendenz. Denn die Liberalen hatten gefordert, dass der Rat die Verwaltung anweisen solle, Jahresabschlüsse rechtzeitiger und früher als bisher zu erstellen.

Bürgermeister Ulrich Francken stärkte seinen Mitarbeitern ausdrücklich den Rücken. Er sehe die gängige Verfahrensweise für Aufstellung und Einbringung des Haushaltsplans und des Jahresabschlusses als sinnvoll an und sprach sich gegen eine Änderung aus.

Kämmerer Johannes Peters erläuterte, dass die Erstellung der Jahresabschlüsse nach Einführung des Neuen Kommunalen Finanzmanagements (NKF) mit erheblichen technischen und inhaltlichen Problemen verbunden gewesen sei.

Er habe im Gespräch mit der FDP-Fraktion deutlich gemacht, dass das Ziel der Verwaltung weiter sein werde, die Jahresabschlüsse immer zeitiger fertigzustellen. Dies sei der Verwaltung, wie auch anderen Kommunen im Kreisgebiet, in den vergangenen Jahren immer weiter gelungen. Einen nicht bestätigten Jahresabschluss vom Vorjahr vor der Sommerpause einzubringen, werde nicht vor 2019 möglich sein. Im Übrigen würden allen Fraktionen im Rahmen der Haushaltsplanberatungen alle notwendigen Zahlen und Daten auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Er würde nicht empfehlen, den Antrag zu beschließen. Denn um eine zeitliche Verkürzung des Jahresabschlusses zu erreichen, müsste man eine externe Firma beauftragen. Er kalkulierte dabei mit Mehrkosten von rund 50.000 Euro.

Johannes Peters sprach sich auch sich gegen die Einspielung von vorläufigen Zahlen in einen Haushaltsplan aus. "Die eingespielten Zahlen wären unvollständig oder können sich noch ändern. Daraus ergeben sich für die Haushaltsplanung keine Vorteile" meinte er. Guido Gleißner (CDU) sprach sich gegen den FDP-Antrag aus. "Das bisherige Verfahren hat sich bewährt. Ich habe noch keine Haushaltsberatungen mitgemacht, bei der ich den Eindruck hatte, dass mir Zahlen fehlen würden", sagte er. Sein SPD-Pendant Norbert Thul ergänzte: "Wichtig ist aus meiner Sicht, dass der Haushalt im Dezember verabschiedet wird. Daher sollte man der Verwaltung keine zusätzlichen Bealstungen aufladen."

Der FDP-Antrag wurde abgelehnt.

(zel)
 
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