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Kevelaer
Senioren krempeln die Ärmel hoch

Kevelaer: Senioren krempeln die Ärmel hoch
FOTO: Seybert, Gerhard (seyb)
Kevelaer. Seit 25 Jahren gibt es in Kevelaer den Beirat für die ältere Generation. Das wurde jetzt in einer Feierstunde begangen. Der Vorsitzende Karl Bay erinnerte daran, dass das Gremium eine ganze Menge auf den Weg gebracht habe. Von Yvonne Theunissen

Aus Anlass des 25-jährigen Bestehens lud der Seniorenbeirat der Stadt Kevelaer Vertreter von Kirchen, Rathaus, Parteien, Sozialverbänden, Senioreneinrichtungen, Schulen und Banken zu einer Feierstunde in das Konzert- und Bühnenhaus der Stadt Kevelaer ein. Rund 80 Gäste waren der Einladung gefolgt und wurden zunächst von Ellen Borman, der stellvertretenden Seniorenbeiratsvorsitzenden, begrüßt: "Schön, dass Sie sich Zeit genommen haben, mit uns zu feiern."

Sie gab Hinweise auf den Programmablauf und verwies auf das Gründungsjahr: "Statt zu meckern oder zu schmollen haben unsere Vorgänger bereits 1991 die Ärmel hochgekrempelt und ganze Arbeit geleistet."

Ehe das bisher Erreichte detaillierter dargestellt wurde, kamen der Bürgermeister der Stadt Kevelaer, Dr. Dominik Pichler, und die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen, Gaby Schnell, mit ihren Einschätzungen in Bezug auf die Seniorenarbeit zu Wort.

Pichler freute sich zunächst darüber, einem erst 25-Jährigen zum Geburtstag gratulieren zu dürfen: "Der Seniorenbeirat ist also genau im richtigen Alter, um die Welt zu erobern oder zumindest Kevelaer." Der Beirat sei voller Tatendrang, lobte der Bürgermeister: "Der Seniorenbeirat ist gut gereift und macht in seiner Entwicklung einen zeitgemäßen Eindruck und darf die nächsten 25 Jahre gerne so weitermachen."

Gaby Schnell berichtete von der landesweiten Arbeit der Seniorenvertretung und äußerte sich positiv über Kevelaer. Hier sei man fit und verfüge zudem über viel Erfahrung: "Sie tun gut daran, Herr Bürgermeister, wenn sie den Seniorenbeirat fit halten, denn da haben Sie wirklich was von." Sie stellte auch das Jahresthema der Seniorenvertretungen vor: politische Teilhabe wagen. Gaby Schnell regte an, auch eine kreisweite Seniorenvertretung ins Auge zu fassen, da viele Themen wie zum Beispiel Verkehr und Mobilität kreisweit von Interesse seien und koordiniert werden müssten. Zum Schluss sicherte sie die Unterstützung der Landesseniorenvertretung zu.

Als letzter Redner betrat Karl Bay, Vorsitzender des Seniorenbeirats Kevelaer die Bühne und präsentierte amüsant, was der Seniorenbeirat in den vergangenen 25 Jahren erreicht hat. Bereits 1991 wurden auf Drängen des Beirats die Bürgersteige der Stadt abgesenkt. Viele weitere Verbesserungen wie das Anbringen vieler zusätzlicher Bänke und Ruhemöglichkeiten, der Austausch mit jungen Leuten, die wiederholt durchgeführten Gesundheitsmessen, Gesprächsrunden, Sprechstunden, Freizeiten und vieles mehr folgten. Weitere Verbesserungen schwirren dem engagierten Senior bereits im Kopf herum. So muss der Seniorenbeirat für Veranstaltungen im Bühnenhaus seit einiger Zeit Miete zahlen, so dass viele Veranstaltungen nicht mehr durchgeführt werden könnten: "Vielleicht packen sich die anwesenden Politiker mal an die Nase und tragen in ihre Parteien, dass dieser Unsinn wieder abgeschafft werden muss."

Versöhnlich ging es dann beim gemeinsamen Mittagessen und vielen interessanten Gesprächen zu.

Quelle: RP
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