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Kevelaer
Seniorenblaskapelle aus Kevelaer feiert zehnjähriges Bestehen

Kevelaer. Ihr zehnjähriges Bestehen feierte die Seniorenblaskapelle Niederrhein im Rahmen eines musikalischen Wortgottesdienstes mit anschließendem Konzert in der Clemenskapelle im Klostergarten an der Sonnenstraße. Kyrie, Gebete, Fürbitten und Lesungen waren auf das Thema "Zeit" ausgerichtet. Die Vorbereitung lag in den Händen von Hannelore Görtz aus Winnekendonk und Gerta Niersmann aus Wachtendonk, die etliche Zeit-Texte zusammen- und vorgetragen haben. Von Liss Steeger

Nur ein Beispiel: "Die Zeit wartet auf niemanden. Sammle jeden Moment, der dir bleibt, denn er ist wertvoll. Teile ihn mit einem besonderen Menschen, und er wird noch wertvoller." An diesem herbstlichen Nachmittag konnten die Zuhörer viele solcher besonders wertvollen Augenblicke erleben. Diakon Bruno Bloemen predigte über die "von Gott geschenkte Lebenszeit" und freute sich, dass die Seniorenblaskapelle ihre Zeit sinnvoll in Proben investiert, um Gemeinschaft zu fördern und Menschen mit der Musik eine Freude zu machen.

Im Programmflyer hieß es: "Besonders die älteren Menschen lieben die Blasmusik, die flott, konzertant oder auch besinnlich und beschwingt sein kann." Genau diese Bandbreite war in der wunderbar für Konzerte geeigneten und voll besetzten Clemenskapelle zu hören. Hans-Peter Martens aus Kevelaer dirigierte die fast 30 aktiven Musiker zu Gotteslobgesängen wie "Gegrüßet seist du Königin", "Maria zu lieben" und "Großer Gott, wir loben dich", bei denen die Textsicherheit der Besucher zu spüren war. Gebannt lauschten sie den zauberhaften Melodien, die unter die Haut gingen und Gänsehaut erzeugten. Die Musiker waren mit Freude bei der Sache und haben sicher in ihren Musikvereinen solche Melodien wie "Heal the world" (Michael Jackson) und "Friends for life" (Andrew Lloyd Webber) immer wieder gerne geübt und gespielt. Auch das bedächtige Stück "Laurena" des flämischen Komponisten Johan Nijs, der seine musikalische Inspiration häufig aus Geschehnissen in seiner näheren Umgebung schöpfte, fügte sich zauberhaft in die besondere Stimmung.

Der Vorsitzende der Seniorenblaskapelle Niederrhein, Willi Elbers, bei dem alle Fäden zusammenlaufen, bat um eine Spende für die Clemenskapelle, denn "Wir brauchen nichts". "Die Zeit setzt uns Grenzen", meinte er und gedachte der verstorbenen Kameraden.

Mit dem "Gruß aus Prag" mit Schunkelbegleitung des Publikums und einem zünftigen Marsch endete ein reichhaltiges Konzert.

Quelle: RP
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