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Kevelaer
Sonderprogramm soll Bauern nach Unwetter helfen

Kevelaer. Die Soforthilfe des Landes nach dem Unwetter hat für reichlich Verärgerung gesorgt. Wie berichtet, gab es Kritik, weil die Zahlung auf fünf Kommunen im Kreis Kleve beschränkt ist. Gegenüber der RP hatte das Land noch einmal klar gestellt, dass es dabei bleibt und es nur Soforthilfe für Privatleute und Landwirte gibt, die in Kevelaer, Rees, Uedem, Wachtendonk und Straelen wohnen. Allerdings bietet die Bürgschaftsbank NRW jetzt auf Initiative des Umweltministeriums ein Bürgschaftssonderprogramm "Hochwasser/Starkregen" für landwirtschaftliche Betriebe an. Die Bürgschaftsbank unterstützt mit einem Sonderprogramm Agrar- und Gartenbaubetriebe, die durch Unwetter Schäden erlitten haben und diese nicht aus eigener Kraft bewältigen können. Der ganz große Wurf sei auch dieses Sonderprogramm nicht, sagt Kreislandwirt Heinz Lax. "Aber es wird zumindest für den einen oder anderen eine Alternative sein." Beim Sonderprogramm geht es zwar im Kern um einen Kredit, aber den würden Landwirte auf dem freien Markt gar nicht mehr so einfach bekommen. "Wenn die Sicherheiten fehlen, wird es schwieriger, Geld bei der Bank zu bekommen", weiß Lax. Daher sei es eine gute Lösung, wenn das Land einspringe.

Insgesamt sieht er die Soforthilfe-Aktion skeptisch. "Das war ein Schnellschuss, der für viel Ärger gesorgt hat", sagt er. Denn es sei einem Bauern in Weeze nicht zu vermitteln, wieso er kein Geld bekommt und der Nachbar in Kevelaer wohl.

(zel)
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