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Kevelaer
Start der neuen Kirchenverwaltung

Kevelaer: Start der neuen Kirchenverwaltung
Die Regale im Büro von Stephan Nellesen (mitte) füllen sich mit jedem Umzugskarton, der aus Geldern nach Kevelaer kommt. Pfarrer Arndt Thielen (links) und Thomas Dahmen loben den Standort für die neue Zentralrendantur in Kevelaer. FOTO: Christian Breuer
Kevelaer. In der Marienstadt werden künftig die Finanzen von zwölf Kirchengemeinden der Dekanate Goch und Kevelaer bearbeitet. Die neue Zentralrendantur ist in der Stadtmitte gebaut worden. Am Mittwoch wird sie offiziell eröffnet. Von S. Latzel und Ch. Breuer

Die Weichen für die Neuordnung der Kirchenfinanz-Verwaltung der Dekanate Goch und Kevelaer sind schon vor einiger Zeit gestellt worden. Im November 2015 ist mit der Gründung des "Verbandes der katholischen Kirchengemeinden in den Dekanaten Geldern und Goch" der organisatorische Rahmen gesetzt worden. Die beiden bislang selbstständigen Zentralrendanturen in Goch und Geldern fusionierten und bekommen einen neuen Sitz in Kevelaer. Hier laufen die letzten Arbeiten vor der offiziellen Einweihung am Mittwoch.

Fenster sind noch staubig, das Geländer ist mit Plastikfolie geschützt, immer wieder dröhnt der Lärm einer Bohrmaschine durch die Räume - die Mitarbeiter in der neuen Zentralrendantur in Kevelaer lassen sich davon nicht stören. Eine Rendantur ist die Finanzverwaltung mehrerer Pfarreien - in Kevelaer laufen gar die finanziellen Fäden von den zwölf Pfarreien aus den Dekanaten Goch und Geldern zusammen. Stephan Nellesen, seit dem 1. November Leiter der Zentralrendantur, umreißt die Aufgaben: "Wir kümmern uns um Personalfragen, egal ob es um die Einstellung von Küstern, Organisten oder Reinigungskräften geht, wir verwalten den Haushalt und die Finanzen der einzelnen Pfarreien, kümmern uns um den Bereich Bauen und Liegenschaften, wozu alle Pfarrhäuser, Kirchen und Mietobjekte der Kirche gehören. Zudem werden hier die 39 Kindertagesstätten der beiden Dekanate von A bis Z betreut."

Der neue Standort der Rendantur sei "gut gewählt", sagt der Gelderner Pfarrer Arndt Thielen. Und ergänzt augenzwinkernd: "Ich hätte mir natürlich gewünscht, dass die Rendantur nach Geldern kommt. Aber Kevelaer ist zentral in der Mitte der beiden Dekanate." Das ist nicht der einzige Standortvorteil. Das Gebäude an der Friedenstraße mit freiem Blick auf die Basilika ist ein Neubau, errichtet nach den modernsten Standards. Tageslicht-Lampen sorgen für eine angenehme Atmosphäre, es gibt einen großen Konferenzraum, alles wirkt hell und freundlich. Nellesen deutet im Konferenzraum an die Decke, aus der noch Kabel hängen: "Dort können wir einen Beamer anschließen, so sind künftig Schulungen möglich. Und vielleicht gibt es irgendwann ja auch Videokonferenzen mit anderen Rendanturen oder der Bistumsleitung in Münster."

Bauleiter Jürgen Dahmen vom Architekturbüro Bousart zählt weitere Vorteile auf: "Für die Mitarbeiter gibt es eine Tiefgarage, selbstverständlich ist das Gebäude barrierefrei." Im Hinterhof wird es nicht nur Parkplätze für Mitarbeiter der Pfarrei St. Marien geben, sondern auch einen Unterstand für Fahrräder. Dort wird es zudem die Möglichkeit geben, Elektroräder aufzuladen.

In dem neuen Gebäude ist neben der Rendantur auch die Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums Münster untergebracht. Zudem wurden sechs barrierefreie Wohnungen gebaut. Für das Projekt hat sich eine Bauherrengemeinschaft gebildet, bestehend aus dem neu gegründeten Verband der zwölf katholischen Pfarreien und drei Privatpersonen.

Quelle: RP
 
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