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Kevelaer
Strahler setzen Wasserturm in Szene

Kevelaer: Strahler setzen Wasserturm in Szene
FOTO: dpa
Kevelaer. Kevelaerer Wahrzeichen wird ab nächsten Samstag in den Farben der Stadt beleuchtet. Das soll die Besucher wie ein Magnet in die Marienstadt ziehen. An eine Ausweitung des Projektes wird gedacht. Von Sebastian Latzel

Eine Sache stellte der Bürgermeister gleich schon mal klar. "Wenn am 30. November der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zum Marketingpreis kommt, werde ich ihm erst einmal sagen, dass wir den Turm jetzt nicht wegen ihm angestrahlt haben", meinte Dominik Pichler schmunzelnd. Schließlich soll das Wahrzeichen von Kevelaer dann in Blau-Gelb leuchten. Und eben nicht, weil sie für die liberale Partei werben wollen, sondern weil das die Farben der Stadt Kevelaer und der Stadtwerke sind.

Mit der Illuminierung des 54 Meter hohen Turms soll ein echter optischer Akzent gesetzt werden. Die Idee dazu war im Initiativkreis Wirtschaft entstanden. Vor allem Filmemacher Jürgen Zellmann trieb das Projekt voran. "Ich fahre häufiger am Landschaftspark in Duisburg vorbei und war dort immer von der Illuminierung der Industriegebäude angetan", erzählt er. Rein zufällig besitzt er einen guten Kontakt zu einem Kollegen, der die Lichtanlage im Landschaftspark betreut. Der bot an, für einen Tag den Wasserturm ins rechte Licht zu setzen, um schon mal einen Eindruck davon zu liefern, wie der beleuchtete Turm wirken könnte.

Der "Kopf" des Kevelaerer Wasserturms wird zukünftig in den Stadtfarben erstrahlen. FOTO: Gerhard Seybert

"Als ich diese Idee im Initiativkreis vorstellte, sagte Burkhard Brüggemeier spontan: Tolle Idee, das machen wir." Er wollte aber nicht nur eine Illuminierung für einen Tag, sondern gleich eine längere Aktion. Brüggemeier stellte direkt die 6500 Euro dafür zur Verfügung. Damit war die Sache unter Dach und Fach und die konkreten Planungen konnten anlaufen.

Die Mitarbeiter der Lichtfirma werden 25 schwere LED-Leuchter 40 Meter nach oben zum Balkon des Wasserturms tragen. Dort werden die Lampen so installiert, dass sie den prägnanten und weithin sichtbaren Kopf des Turms halb in gelbes und halb in blaues Licht tauchen. Im harmonischen Rhythmus sollen die Farben wechseln.

Am Samstag um 18 Uhr soll die Anlage dann erstmals in Betrieb genommen werden. Dann geht es auch an die Feinabstimmung, und es wird festgelegt, wie schnell die Farben wechseln. Wichtig ist Zellmann aber, dass das Ganze getragen wirkt und nicht wie eine hektische Weihnachtsbeleuchtung flimmert. Denn die Lichtinstallation ist gewissermaßen erst ein Testballon. "Wir wollen schauen, wie Bürger und Politik darauf reagieren", sagt der Bürgermeister.

Wunsch wäre, das Projekt im kommenden Jahr noch weiter auszubauen. Zellmann hat die Vision von einen Licht-Adventskalender. Jeden Tag könnte in der Adentszeit ein weiteres Gebäude illuminiert werden. Am 24. Dezember wär dann die ganze Stadt erhellt. "Licht ist ein Magnet, das zieht Menschen in die Stadt", sagt Zellmann.

Für Wirtschaftsförderer Hans-Josef Bruns ist das Projekt auch ein wichtiger Akzent in Zeiten der Stadterneuerung. "Im kommenden Jahr wird es die ersten Baustellen geben, von daher ist es wichtig, etwas zu präsentieren, was die Stadt weiterhin attraktiv macht." Der Wasserturm wird vom 19. November bis zum 27. Dezember jeden Tag illuminiert. Die Strahler leuchten von 17 Uhr bis zum nächsten Moregen um 7 Uhr. In den Nächten wird der "Kopf" des Turms dann blau-gelb sein. Dass dies auch die Farben von Sponsor Edeka sind, passt dann ja auch irgendwie.

Quelle: RP
 
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