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Kevelaer
Suche nach der Leiche in Kevelaer

Kevelaer: Suche nach der Leiche in Kevelaer
Die Schauspieler mussten sich dem Problem stellen, dass es eigentlich zu viele Frauen-Rollen gab. So schlüpften eben Männer in Damenkleider. Dem Publikum im Kevelaerer Bühnenhaus gefiel's. FOTO: Gerhard Seybert
Kevelaer. Von-Galen-Gymnasium bringt "Ein Toter zu wenig". Viele Lacher, Wortspiele und Situationskomik machten das Theaterstück aus. Das Problem, dass es zu viele Frauen-Rollen gab, lösten die Schüler auf ungewöhnliche Weise. Von Christoph Kellerbach

Es kann schon problematisch sein, wenn die vermeintliche Leiche plötzlich verschwindet und immer mehr merkwürdige Leute auftauchen, obwohl man eigentlich nur ein gemütliches Wochenende geplant hatte. So geht es zum Beispiel Ellen (Sarah Kempkes) und ihrem Freund Max (Dejan Spasojevic), als nach einigen Eskapaden Ellens Ex-Ehemann Tom (Julian Binn) tot auf dem Sofa liegt.

Als plötzlich auch noch ihre quirlige Mutter Rosa (Miriam Müschen) da ist und sogar ihr als Geistlicher verkleideter, neuer Freund Erich (Jonas Davids) vorbei kommt, scheint das Chaos perfekt zu sein. Doch weit gefehlt: Plötzlich stehen noch die zickige Leiterin eines Lebensmittelladens Beate (Ramon Altenstädter) und die beiden Polizisten Bolle (Cedric Meyer-Piening) und dessen Assistentin Gabi Nicht (Tobias van Eickels) plötzlich im Raum.

Viele Lacher, Wortspiele und wahnwitzige Situationskomik sind die Folge in dem Theaterstück "Ein Toter zu wenig" von Walter G. Pfaus. Aufgeführt wurde die Geschichte von der Theater-AG der Oberstufe des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums im Bühnenhaus.

Dabei waren nicht nur viele Schülerinnen und Schüler erstmals auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Auch AG-Leiterin Anke Heyn und -Leiter Oliver Verheyen waren noch Neulinge auf dem Gebiet, denn sie haben erst im letzten Jahr die Führung von der alten Garde übernommen.

Im Vorfeld kam es zu einigen Umbesetzungen bei dem Stück und die Schauspieler mussten sich dem Problem stellen, dass es eigentlich zu viele Frauen-Rollen gab, die nicht alle geschlechtergerecht hätten besetzt werden können.

Aber kein Problem, so schlüpften nun eben zwei junge Männer in die Damen-Rollen, "was schon ziemlich gewöhnungsbedürftig war", erklärte Ramon Altenstädter, der als "Beate" mit Strümpfen, Rock und Schminke auf der Kevelaerer Bühne stand.

"Am schwierigsten war auf jeden Fall die Schminke, dass man immer daran denken muss, den Rock runter, anstatt wie eine Hose hoch zu ziehen und die Gangart auf diesen Schuhen. Also, eine Frau möchte ich echt nicht sein, das wäre mir zu anstrengend."

Doch damit nicht genug: "Sogar seinen Bart hat er dafür abrasiert", verriet Schauspielkollege Jonas Davids lachend.

Quelle: RP
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