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Weeze
Tanzen wie im Wilden Westen

Weeze: Tanzen wie im Wilden Westen
Gut vorbereitet haben sich die "Brisk-Boots". Vor einem Jahr haben sie zum ersten Mal die Kirmes eröffnet. Die Premiere hatte durchweg positive Wirkung, berichtet der Vorsitzende Wacky Knechten. FOTO: Gottfried Evers
Weeze. Die Weezer "Brisk-Boots" freuen sich auf das Linedance-Festival zum Auftakt der Kirmes am Freitag. Von Monika Kriegel

Die Hände in die Hosentasche, Daumen an der Gürtelschnalle, Westernhut auf, Stiefel an, und schon setzt Tanzmusik ein. "Shuffle" oder "Grape-Vine" heißen etwa Schrittfolgen beim Linedance in durchaus fließender Bewegung, die dem bekannten Cha-Cha oder Quickstepp ähneln. Der Countdown für die Weezer "Brisk-Boots" läuft, bei den letzten Proben werden die Abläufe für das Linedance-Festival zum Auftakt der Kirmes am 1. September aufgefrischt.

Die Premiere im vergangenen Jahr hatte durchweg positive Wirkung, wie der Vorsitzende Wacky Knechten von vielen Weezern hörte. Er brachte sich mit dem fünf Jahre alten Verein in die Rahmenplanung ein: "Der Freitagabend lief bisher ein wenig schleppend mit der Disco an. Wir bilden einen neuen, attraktiven Auftakt unserer Kirmes", findet der Vorsitzende und prognostiziert, dass es wieder auf der Tanzfläche voll werden dürfte. Denn Tänzer aus befreundeten Vereinen haben sich angemeldet.

Beim Tanzen in einer Linie gibt es nämlich weltweit einheitliche Schrittfolgen. Die Anfangskombination bestehe aus etwa 24 Schritten bis hin zu 80 Steps auf Abzeichen-Niveau. "Bei 180 wären wir bereits in Sphären der Deutschen Meisterschaft", erklärt Trainer Domenique Mulder. "Bei uns stehen jetzt rund 88 Tänze auf der Liste, rund die Hälfte davon beherrschen wir als gängige Schritte, müssen aber immer wieder aufgefrischt werden. Das trainieren wir jeden Montag in zwei Gruppen. Sieht für Außenstehende sicher locker aus, ist aber eine andere Form von Gehirnjogging. Anfänger wollen bei uns nicht etwa nach hinten, sondern in die Mitte, damit sie sich von rundum an den Erfahrenden orientieren können."

Ein deutlicher Frauenüberschuss ist bei den Proben in der Petrus-Canisius-Schule auszumachen. Ulla Vos und Gabi Ariaans sind seit zwei Jahren dabei. "Es stand in der Zeitung. Uns haben die Probestunden Spaß gemacht. Und das Wichtigste: Man braucht keinen Tanzpartner", erklären die Frauen aus Wetten. Auch die RP-Zeitungsbotinnen Elvira Neidenberger und Eva Kampe aus Weeze halten sich fit durch den Tanzsport. Romina Hofmann kommt jeden Montag zur Probe aus Duisburg. "Es war die herzliche Aufnahme hier, weshalb ich gerne die Fahrtzeit in Kauf nehme", sagt die 28-Jährige. Die Jüngste schaut konzentriert auf die Abläufe, reiht sich irgendwann wieder locker in die Linie ein.

Damit die Besucher beim Kirmes-Event nicht nur staunen und zuschauen, gibt es für Tanzfreudige kleine Workshops. "Das macht sicher Spaß, und das schönste ist für uns neben dem Synchron-Tanzen, wenn wir bei den Aktiven ein Lächeln in die Gesichter zaubern", sagt Wacky Knechten. Wer sich eine Eintrittskarte für das Line-Dance-Festival am 1. September sichern möchte, kann diese im Vorverkauf bei der Volksbank an der Niers erstehen oder unter der Rufnummer 0172 2092396 bei den "Brisk-Dancern".

Die 33 Frauen und zwei Männer scharren schon mit den Hufen respektive "Boots". Sie freuen sich über viele Freunde des Linedance, die sich spontan einreihen. Tanzmuffel dürfen aber getröstet sein: Sie müssen nicht mitmachen, sie dürfen auch einfach zuschauen.

Quelle: RP
 
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