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Kevelaer
Ute Moske trägt Wettens Festkette

Kevelaer: Ute Moske trägt Wettens Festkette
Der große Moment: Beate Clasen übergibt die Festkette an Ute Moske. Thomas Krahnen, der Präsident der Geselligen Vereine (Mitte), und Adjutantin Liesel Bay stehen der Festkettenträgerin zur Seite. FOTO: Gerhard seybert
Kevelaer. Die kfd-Vertreterin bekam von der Ortsvorsteherin Beate Clasen das Ehrenzeichen umgelegt. Damit hat die Kirmes ihren Höhepunkt erreicht. Die Vereine sorgten mit ihrer Anwesenheit für die passende Würdigung. Von Bianca Mokwa

Etwas Besonderes war im Gange, das wurde klar, als der große, silberne Cadillac um die Ecke bog. Von den Rücksitzen winkten Ute Moske und Liesel Bay den wartenden Menschen am Straßenrand zu. Vorher hatte sich gefühlt ganz Wetten in Bewegung gesetzt, um im Festumzug mitzuziehen oder an den Straßen Spalier zu stehen.

Mittendrin die Volleyballerinnen Anne Halmans und Zita Janhsen. "Die Festkettenübergabe, das ist der Höhepunkt der Kirmes", erklärte Janhsen. "Und wenn man in Wetten groß geworden ist, dann hat das Tradition", ergänzte Halmans. Wer den langen Zug aus Mitgliedern der verschiedenen Wettener Vereine und Gruppen an sich vorbeiziehen sah, der bemerkte, wie lebendig diese Tradition ist. Alle zogen mit. Wer nicht mehr gut zu Fuß ist, der wurde in diesem Jahr per VW Käfer zum alten Schulhof gefahren, per Planwagen oder eben im Cadillac. Die beiden Damen, die so nett winkten, repräsentieren die kfd Wetten, den Ortsverein der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands.

"Seit über 100 Jahren gibt es den Ortsverein der kfd in Wetten, 250 Mitglieder zählt er", nannte Thomas Kranen, Präsident der Geselligen Vereine, Zahlen. Er spielte auf wunderbare Weise mit den Buchstaben "kfd", die zum Beispiel auch für "Kirmes fürs Dorf" stehen könnten. Aber bei der kfd geht es nicht um Zahlen. Wie viele Mitglieder der Verein hat, steht nicht im Mittelpunkt. Nicht umsonst lautet das Motto, das weithin am geschmückten Torbogen am Ortseingang zu lesen ist: "Frauen bewegen mit Herz und Hand". Am Tag der Festkettenübergabe bewegte sich einiges in Wetten. Es war Zeit zum Feiern, aber auch Zeit für eine kleine Rückschau. "Ute Moske war als langjährige Kassiererin immer da. Sie hat dafür gesorgt, dass finanziell, aber auch ideell alles in Ordnung ist. Immer mit den anderen Frauen gemeinsam", nannte Beate Clasen, was die Festkettenträgerin besonders auszeichnet. "Sie war nie oberflächlich, sondern immer mit vollem Herzen dabei", sagte die Ortsvorsteherin weiter. Mit ihrer Adjutantin und gleichzeitig Teamsprecherin der kfd Wetten, Liesel Bay, bilde sie ein "Dreamteam". Sie beide seien Dreh- und Angelpunkt der kfd.

Als die Festkettenträgerin selbst ans Mikrofon trat, wirkte sie positiv aufgeregt. Durch das Mikrofon war das Knistern des Zettels zu hören, den sie auseinanderfaltete. Sie warf den Ball zurück, bedankte sich für die große Unterstützung ihrer kfd-Frauen. "Ihr habt euch selbst übertroffen, mit der Vorbereitung, beim Kränzen und überhaupt", sagte sie. "Ich bin sehr stolz, heute für euch die Festkette zu tragen", sagte Ute Moske mit Blick auf alle Wettener. Nachdem die Fahnenschwenker zu ihren Ehren ihren muskelkraftfordernden Auftritt absolviert hatten, ginen Ute Moske und Liesel Bay zu den Fahnenschwenkern und bedankten sich mit einem Händeschütteln. Eine sehr nette Geste. Natürlich luden sie auch alle Wettener zum anschließden Tanz in den Knoase-Saal, denn auch das hat Tradition.

In seiner Laudatio für die neue Festkettenträgerin gab Bürgermeister Axel Stibi den Gästen etwas zum Schmunzeln mit. Einfach dadurch, dass er eine Liedzeile von Udo Jürgens zitiert. "Ohne Frauen keine Sonne, keine Träume in der Nacht." Und nach den Zeilen "Frauen sind einfach genial, und wenn sie auch niemand begreift, das ist egal", war aus einer Ecke der feiernden Wettener laut und deutlich ein "Genau!" zu vernehmen. Also ein dreifaches Hoch auf die Wettener kfd-Frauen.

Quelle: RP
 
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