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Kevelaer
"Vergissmeinnicht" wird weitergeführt

Kevelaer. Stadt und Caritas wollen einen Vertrag zur Fortführung der Spielgruppe im Mehrgenerationenhaus schließen. Damit ist der Fortbestand des Angebotes gesichert. Viele hatten sich für den Erhalt eingesetzt. Von Sebastian Latzel

Der Protest der Eltern hatte Erfolg. Nachdem Überlegungen zur Schließung der Spielgruppe "Vergissmeinnicht" laut geworden waren, hatten sie für einen Erhalt der Gruppe gekämpft. Auch im Jugendhilfeausschuss war das große Interesse deutlich zu spüren, weil viele Eltern gekommen waren, um die Diskussion zu verfolgen und durch ihre Anwesenheit noch einmal ein Zeichen zu setzen.

Wie berichtet, hatte auch die Verwaltung zuletzt bereits angekündigt, dass die Gruppe weitergeführt werden soll und einen entsprechenden Beschlussvorschlag formuliert. In der Sitzung nahm Sozialdezernent Marc Buchholz überraschend offen Stellung. "Ich entschuldige mich für die Kommunikation bei dem Thema. Wir haben von der Verwaltung nur laut gedacht, das ist dann zu Ihnen gedrungen", sagte er zu den Eltern. "Es war nicht beabsichtigt, die Gruppe zu schließen. Wir wollten lediglich erst den Bedarf abwarten."

Der ist offenbar da. 15 Anmeldungen für die Spielgruppe gibt es bereits. Das sind genug, um sogar zwei Gruppen bilden zu können. Wichtig war Politik und Verwaltung jedoch, noch einmal deutlich zu machen, dass "Vergissmeinnicht" keine Konkurrenz zu den Kindergarten-Gruppen für Unter-Dreijährige (U3) sein soll. Sie ist gedacht als Angebot, um die Kleinen auf den Besuch des Kindergartens vorzubereiten. Daher soll auch festgelegt werden, dass Kinder die Spielgruppe nur an zwei Vormittagen pro Woche besuchen bedürfen. Bisher gab es Ausnahmefälle, in denen die Kinder sogar an vier Vormittagen kamen. Das soll es nicht mehr geben.

Die Politiker diskutierten darüber, ob die Gruppe erst einmal für zwei Jahre weiterlaufen soll oder ob es eine unbefristete Regelung mit einjähriger Kündigungsfrist gibt. Empfohlen wurde, dass Geld für das Angebot in den beiden nächsten Jahren bereitgestellt wird, die Details sollen in einem Vertrag zwischen Stadt und dem Träger Caritas fixiert werden. 44.000 Euro werden pro Jahr benötigt. Der Rat muss noch zustimmen.

Im Jugendhilfeausschuss im Januar soll der Vertrag vorgestellt werden. Andreas Becker vom Caritasverband sagte in der Sitzung, dass diese Regelung aus Sicht des Verbandes völlig okay sei. "Die Weiterführung wird sicher nicht an der Caritas scheitern", sagte er. Wie viele Gruppen eingerichtet werden, hängt von der Zahl der Anmeldungen ab. Ab 15 Kinder werden zwei Gruppen gebildet, so viele sind aktuell auch angemeldet.

Noch sind wenige Plätze für Kinder von ein bis zwei Jahren frei. Eltern können sich montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr unter 02832 9250124 oder per E-Mail bei der Leiterin unter tina.kamps@caritas-geldern.de melden.

Quelle: RP
 
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