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Kevelaer
Verwaltung in Kevelaer sucht einen zusätzlichen Stadtplaner

Kevelaer: Verwaltung in Kevelaer sucht einen zusätzlichen Stadtplaner
Der Umbau in der Innenstadt wird mit zu den Aufgaben des Stadtplaners gehören. FOTO: Seybert
Kevelaer. Die Ausschreibung am Wochenende wird manchen überrascht haben. Per Anzeige sucht die Stadt Kevelaer jetzt einen Stadtplaner oder Architekten. Das verwundert vor allem, weil bei den Beratungen über Stellenplan und Haushalt noch darauf verzichtet worden war, eine solche Position zusätzlich einzurichten.

"Wegen der vielfältigen Aufgaben, die in nächster Zeit auf uns zukommen, fanden wir es wichtig, das Team personell zu verstärken", erläutert Bürgermeister Dominik Pichler. Derzeit arbeite mit Verena Möller nur eine gelernte Stadtplanerin bei der Stadt Kevelaer.

Die Stelle ist zunächst bis zum 15. Dezember 2020 befristet. Es geht um eine Vollzeitposition, die mit Entgeltgruppe 10 Tarif öffentlicher Dienst gut dotiert ist. Da die Stelle befristet ausgeschrieben ist, musste der Stellenplan nicht verändert werden. Daher war es auch möglich, die Position auszuschreiben, ohne dass es dazu einen Beschluss der Politik gab.

Die Stelle auszuschreiben sei eine reine Verwaltungsentscheidung gewesen. Die Fraktionsvorsitzenden waren allerdings vor der Veröffentlichung der Anzeige informiert worden. "Wir haben eine Vielzahl von Aufgaben vor der Brust, unter anderem mit dem Integrierten Handlungskonzept. So kann die Arbeit dann auf mehr Schultern verteilt werden", sagt Pichler. Bekanntlich steht die Stadtkernerneuerung an, die ein Mammutprojekt über mehrere Jahre für Kevelaer bedeutet. Erst einmal ist die Stelle befristet. Sollte sich zeigen, dass ein zusätzlicher Stadtplaner auf Dauer unverzichtbar ist, könnte 2020 dann über eine Aufstockung des Stellenplanes entschieden werden. Dann könnte die Stelle auch unbefristet eingerichtet werden.

In einer Mitteilung begrüßten die Grünen gestern die Entscheidung. Der Bürgermeister komme den Wünschen der Grünen nach. "Zwar bekommt Kevelaer keinen eigenen Dezernenten für Stadtplanung, so doch immerhin eine dringend notwendige Unterstützung der Abteilung Stadtplanung", schreibt Fraktionssprecher Wolfgang Röhr. Die Stelle sei zwar zunächst nur befristet. Man hoffe trotzdem auf die Bewerbung kompetenter Fachleute. "Eventuell wird dann ja auch in Zukunft die Befristung aufgehoben", so Röhr.

(zel)
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