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Kevelaer
VHS-Fusion: Idee im Keim erstickt

Kevelaer. Gutachten spricht sich gegen eine Zusammenlegung der Volkshochschulen aus. Von Sebastian Latzel

/ GELDERN Die Idee war vor einigen Monaten aufgekommen: Es sollte geprüft werden, ob es nicht sinnvoll ist, die Volkshochschulen in Geldern und Goch zusammenzulegen. Hintergrund war, abzuklopfen, ob es dadurch nicht die Möglichkeit gebe, Kosten zu sparen. Die Idee war den Politikern vorgestellt worden, die daraufhin beschlossen, ein Gutachten in Auftrag zu geben, das den Sinn einer Fusion untersuchen sollte.

Die Verbandsversammlung der VHS Goch-Uedem-Weeze-Kevelaer hat das Ergebnis bewertet und mit Mehrheit dafür entschieden, sich gegen eine Fusion auszusprechen. Damit sei die Entscheidung gefallen, die politischen Gremien bräuchten nicht weiter beteiligt zu werden, so Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler, der Verbandsvorsteher der VHS Goch-Uedem-Weeze-Kevelaer ist. "Die Entscheidung trifft auf meine Zustimmen, denn es hätte aus meiner Sicht zu viele Unwägbarkeiten gegeben. Deswegen halte ich die Entscheidung für richtig", so Pichler. Sicher habe es durchaus Einsparpotenziale gegeben. Eine wichtige Frage sei aber beispielsweise gewesen, wo bei einer "Südkreis"-VHS der Standort der Verwaltung liegen würde. Dann wäre wohl ein zentraler, neuer Standort nötig gewesen. Auch das hätte erst einmal wieder Kosten verursacht. Die Überlegungen dazu seien noch unter seinem Vorgänger Axel Stibi gestartet worden, so Pichler.

Auch Gelderns Bürgermeister Sven Kaiser verweist darauf, dass die Fusionsüberlegungen vor seiner Amtszeit entstanden seien. Bekanntlich hat er im Herbst Ulrich Janssen als Verwaltungschef in Geldern abgelöst. Es sei ein normaler Vorgang, Einsparpotenziale auszuloten, so Kaiser. Und es sei ebenso normal, dass man anschließend zu dem Ergebnis komme, dass sich eine Fusion eben nicht lohne. Das Gutachten habe nur wenig Einsparpotenzial aufgezeigt. "Der angestrebte Spareffekt wäre nach meiner Auffassung zudem ausgeblieben, da das Gutachten weitere Unwägbarkeiten, die sich aus einer Fusion ergeben könnten, nicht beleuchtete." So wäre möglicherweise eine neue Geschäftsstelle erforderlich geworden. "Vor dem Hintergrund, dass die VHS Gelderland seit Jahren sehr erfolgreich am Bildungsmarkt agiert, halte ich es als Bürgermeister ohnehin für bedeutsam, dass sich deren Geschäftsstelle in Geldern befindet. Daher begrüße ich, dass sich die Verbandsversammlung einstimmig gegen die Fusion ausgesprochen hat", so Kaiser weiter.

Quelle: RP
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